Fort Vaux

Das Fort Vaux, ein ähnliches Festungswerk wie Fort Douaumont nur weitaus kleiner, lässt sich ebenso von Innen besichtigen. Ausgestattet war das Fort ebenfalls mit einem Galopin Geschützturm, sowie drei gepanzerten Beobachtungstürmen. Während der Schlacht um Verdun wurde das Fort von den deutschen Truppen belagert. Erst am 07. Juni 1916 kapitulierte die französische Besatzung.

 Fort Vaux
Bei Fort Vaux
 Fort Vaux
Bresche am rechten Schulterpunkt des Fort Vaux
Öffnungszeiten:
  • Februar / März : 10.00 – 17.00
  • April : 10.00 – 17.30
  • Mai / Juni : 10.00-18.30
  • Juli / August : 10.00 – 19.00
  • September : 10.00 – 17.30
  • Oktober / November : 10.00 – 17.00
  • Dezember : 10.00 – 16-30

Außerhalb dieser Zeit ist das Fort geschlossen.

Wo zu finden:

Zwischenwerk Thiaumont – Ouvrage de Thiaumont

Viel zu sehen gibt es an dem Ouvrage de Thiaumont nicht mehr wirklich viel. Doch dort lässt sich wie an keiner anderen Stelle in Verdun die fast noch unveränderte Mond- und Kraterlandschaft erkennen, die von monatelangen Beschuss aller Kaliber herführte.

Das kleine Zwischenwerk Thiaumont wurde ab 1887 von den Franzosen als Infanteriewerk in Bruchsteinmauerwerk erbaut und ab 1902 – 1915 modernisiert. Zu Anfang gab es nur 3 gepanzerte Beobachtungstürme. Die Unterkunftsräume befanden sich unter dem rechten Kehlwall. Um 1905 bekam das Werk zusätzlich einen drehbaren, einfahrbaren MG-Turm. Dazu kamen eine Zwischenraumstreiche, ein gepanzerter Beobachtungsturm und einige betonierte Räume.

Am Rande des Werkes finden wir die zwei heftig umkämpften Befehlsstände PC 118 und PC 119.

Thiaumont
Zwischenwerk Thiaumont
Das Reichsarchiv schreibt in seinem Band 10: Die Westfront bis zum Sommer 1916 – Verdun – Durchführung des Hauptangriffs:

Am 23. Juni errang das I. bayerische Armeekorps einen der größten Erfolge der ganzen Verdun Offensive. Zum Angriff waren angesetzt:

Auf dem linken, die französischen Stellungen in der Thiaumont-Schlucht umfassenden Flügel der 19. Reserve-Division zwei, bei der 1. bayerischen Infanterie Division drei und beim Alpenkorps des Generalleutnants   Krafft von Delmensingen vier Bataillone. Starke Reserven standen dahinter zum Nähren des Angriffs bereit. Sorgfältige, bis in die geringfügigsten Einzelheiten gehende Vorbereitungen sollten den Erfolg verbürgen.

Der Sturm erfolgte unter den günstigsten Bedingungen. Das zweistündige Wirkungsschießen hatte gut vorgearbeitet, die vornehmlich im Angriffsstreifen des I. bayerischen Armeekorps erfolgte Grünkreuzvergasung die feindlichen Batterien nahezu ausgeschaltet. Mit Tagesanbruch hatten diese zwar teilweise ihr Feuer wieder aufgenommen, es blieb aber schwach und lag teilweise auf dem Hintergelände, so daß die Sturmkompagnien im Gegensatz zu früheren Angriffen ungeschwächt und darum auch voll Siegeszuversicht antreten konnten und anfangs nur geringe Verluste erlitten. Mit Ungestüm warfen sie sich auf den verstörten Feind, der sein Heil in der Flucht suchte oder sich gefangen gab. Die zahlreich in und hinter den französischen Kampfgräben liegenden Betonklötze wurden in erbittertem Nahkampf ausgeräumt. Noch nicht zehn Minuten nach Sturmbeginn war das Zwischenwerk Thiaumont in der Hand der Sieger…

Das Werk liegt zwischen dem Beinhaus von Douaumont und dem Zwischenwerk Kalte Erde.  Am Rande des Werkes finden wir die zwei heftig umkämpften Befehlsstände PC 118 und PC 119.

Wo zu finden:

Zwischenwerk Kalte Erde – Ouvrage de Froideterre

 Dieses Festungswerk Kalte Erde – Froideterre liegt etwas fernab im westlichen Bereich des Schlachtfeldes. Die Anlage ist als kleines Infanteriewerk gebaut worden. Die Hauptkaserne liegt im nördlichen Teil. Bewaffnet war das Werk mit einem Galopin-Panzerturm und zwei MG-Versenktürmen. Es galt als das am stärksten bewaffnete Infanteriewerk der Festung Verdun. Einziger Nachteil beim Bau der Anlage war, dass die Panzer- und MG-Türme nicht von der Kaserne aus erreichbar waren.

In den ersten Monaten des Krieges blieb das Werk unbesetzt. Von Anfang an lag das Zwischenwerk unter starkem deutschen Artilleriefeuer.  Erst ab dem 26. Februar 1916 zogen 130 französische Soldaten in die große Festungsanlage ein. Während des Krieges brachte man auch einen Verbandsplatz im Zwischenwerk Froideterre unter.  Nachdem die deutschen Truppen das Zwischenwerk Thiaumont gleichsam am 23. Juni 1916 erobert hatten, war das Zwischenwerk Froideterre nunmehr eine wichtige Riegelstellung vor den Toren der Stadt. Durch seine ausgesetzte westliche Lage hatte es hervorragende Beobachtungsmöglichkeiten auf das linke Maasufer in Richtung Toter Mann und Höhe 304. In diese Richtung unterstützte das Zwischenwerk durch die Beobachtung und Lenkung des eigenen Artilleriefeuers.   Hilfe erhielt das Festungswerk durch die Artillerie auf dem Marre-Rücken.

Juni 1916

Am 23. Juni 1916 wurde das Werk nach anhaltendem Beschuß durch die deutschen Truppen nahezu eingenommen. Teile des bayerischen Infanterie-Regiments Nr. 10 und Teile des bayerischen Jäger-Battaillons Nr. 2 erreichten das Dach des Zwischenwerks. Da die Panzertürme und MG nicht mehr feuerten, hielt man sie für dauerhaft außer Gefecht gesetzt – ein fataler Irrtum. Um die Besatzung auszuräuchern, warf man Handgranaten in die Luftschächte. Weißer Rauch steig empor…. Die Bayern hielten dies für brennende Zünschnüre und befürchtetetn eine Sprengung des Werkes. Sie wichen hinter die zerstörten Hindernisse aus.

Froideterre
Froideterre

Es waren jedoch nur Leuchtmittel in Brand geraten, die den weißen Rauch erzeugten. Diese Pause nutzte die französische Besatzung und machte einen der MG-Türme wiedergangbar. Einige Betonbrocken hatten den Turm verklemmt. Nachdem dieser das Feuer wieder auf die bayerischen Angreifer aufgenommen hatte, bot sich diesen keine erneute Chance an das Werk heranzukommen. Die immer kleiner werdende Abteilung wurde am kommenden Tag durch französische Verstärkungen gefangengenommen. Ihr Anführer Lt. Ludwig fiel bei den Kämpfen.

Wo zu finden:

Fort Douaumont

Das Fort Douaumont war der Hauptstützpunkt des Festungsgürtels von Verdun mit einer Größe von 3 Hektar Areal und 3 km Stollenanlagen. Heute kann man über seine von Granaten durchwühlten Decke mit zahlreichen Panzer- und Geschütztürmen flanieren. Für ein kleines Eintrittsgeld kann man den für Touristen freigegebenen Teil innerhalb des Forts besichtigen und sich einen Einblick vom Leben der damaligen Besatzung schaffen. Die deutschen Soldaten nannten das Fort treffenderweise „Sargdeckel“.

Das Fort

Das Fort Douaumont war ein Teil der äußeren Befestigungslinie von Verdun. Diese wurde im 19. Jahrhundert nach dem deutsch/französischen Krieg von 1870/71 mit 11 Forts und 23 Zwischenwerken erbaut. Schließlich lag die deutsche Grenze nach 1871 und der Besetzung von Elsass/Lothringen nur noch knapp 60 km von Verdun entfernt. Fort Douaumont war das größte und am stärksten bewaffnete Fort dieses Festungsgürtels.

Ab 1885 wurde das Fort mit Kalksteinen erbaut, doch schon die Erfindung der Sprengranaten machten größere Umbauarbeiten und Verstärkungen erforderlich. Mittlerweile war auch der Stahlbeton bekannt, so dass alle bedeutenden Teile des Forts betoniert wurden.   Neben umfangreichen Grabenstreichen (diese Gebäude dienten zur Verteidigung der Festungsgräben) erhielt das Fort mehrere Panzer- und Versenktürme, welche mit Maschinengewehren ausgestattet waren. Kasematten, Unterkünfte, Munitions- und Proviantlager, Werkstätten und ein Lazarett vervollständigten das Fort.

Douaumont
Straße bei Douaumont
Fort Douaumont von Südosten gesehen

Die Restaurierungsarbeiten am ehemaligen Kriegs-Eingang sind im Mai 2018 abgeschlossen worden. Nun können die Besucher das Fort durch ihn betreten.

Douaumont
Douaumont
Öffnungszeiten:
  • März : 10.00 – 17.00
  • April : 10.00 – 18.00
  • Mai bis Juni : 10.00 – 18.30
  • Juli/August : 10.00 – 19.00
  • September : 10.00 – 18.00
  • Oktober : 10.00 – 17.30
  • November : 10.00 – 17.00
  • Dezember : 10.00 – 17.00

Außerhalb dieser Zeit ist das Fort geschlossen.

Wo zu finden: