Tankabwehr an Aire und Maas

Im Laufe des Jahres 1916 wurde die kämpfende Truppe der Westfront vor neue Herausforderungen gestellt. Am 15. September 1916 setzten die Briten an der Somme erstmals Tanks im Rahmen eines Angriffes ein.

Der Erfolg hielt sich auf Grund des schwierigen Geländes, technischer Unzulänglichkeiten und mangelnder Erfahrung in Grenzen. Die steigenden Erfolge dieser neuen Waffe im Verbund mit der Infanterie mehrten sich allerdings während der dritten Flandernschlacht und der Schlacht von Cambrai 1917.

Der deutschen Führung wurde ein Umdenken aufgezwungen und neue Handlungsweisen und Taktiken zur Bekämpfung mussten erarbeitet werden. Der Kampf gegen gepanzerte Fahrzeuge erforderte die Entwicklung neuer Waffen und Kampfmittel, wirkungsvollerer Munition, den Bau von Hindernissen und Sperren und vor allem die taktische Nutzung des vorhandenen Geländes, der Gliederung und des Einsatzes der Artillerie.

  • Die Fußartillerie wirkte im Fernkampf, die Feldartillerie teils im direkten Beschuss.
  • Tank-Abwehrkanonen wurden der Truppe, wenn auch in geringer Stückzahl, zugeführt.
  • Leichte Minenwerfer konnten im Flachbahnschuss direkt gegen Ziele eingesetzt werden. Spitzgeschosse mit Kern (SmK) ließen eine Bekämpfung mit Gewehr und Maschinengewehr zu.
  • Handgranaten wurden gebündelt um sie gezielt durch die Infanterie gegen die Panzerung einzusetzen. Tankgewehre wie das M1918 von Mauser wurden eingeführt.
  • Die Bewegungsfreiheit von Tanks, wurde durch Sprengungen von Brücken, Tanksperren sowie Stellungen an Steigungen eingeschränkt.
Tankabwehr
Zeichnung einer Panzer-Streckträgersperre, 1916.

 

Sofern sie zur Verfügung standen, konnten Flachmine 17, sowie Flachmine 18 eingesetzt werden.

Tankabwehr
Flachmine 17

Am 8. März 1918 wurde das Merkblatt für die Tankbekämpfung durch den Chef des Generalstabes herausgegeben.

 

Bericht der Gruppe Argonnen vom 4. August 1918:

Die vorhandenen Tankminen wirken nur auf glatter, fester Unterlage. Bei weichem Boden ist es möglich, daß sie von den Tanks in den Boden hineingedrückt werden. Bei Lagerung im Freien hat die Sprengladung zwar eine mehrmonatige Haltbarkeit; dagegen leiden die Zünder unter der Nässe. Artilleriebeschuss wirft die Minen durcheinander, sie werden leicht an Stellen verschoben, an denen sie die eigene Truppe gefährden können. Es ist daher häufige Prüfung und Erneuerung notwendig. Dies lässt sich nur für kleinere beschränkte Gebiete durchführen, nicht für einen ganzen Frontabschnitt.

Es sind daher nur an einzelnen, für Tanks besonders in Frage kommenden Punkten kurze Streifen von Minen im Hindernis auf günstigen Boden anzulegen, zu bezeichnen und zu überwachen…

Ausserdem ist ein Vorrat von Tankminen gegen Regen geschützt an den wichtigsten Stellen, bereitzuhalten, die im Bedarfsfall verwendet werden. Die Divisionen meldet die Punkte, an denen Tankminen ausgelegt und bereitgehalten werden.

 

An der Aire

Mit dem Beginn der Maas-Argonnen Offensive am 26. September 1918, trafen die eingesetzten Divisionen der Gruppe Argonnen (1. Garde-Infanterie-Division, 5. Garde-Infanterie-Division und 2. Landwehr-Division) auf die vorrückende 1. US-Armee unter General Pershing. Bis zu 200 Tanks unterstützten den Angriff der frischen, amerikanischen Truppen. Ziel war es, zwischen den Argonnen und der Maas, durch die Stellungen der 5. Armee, weit nach Norden bis auf die Höhe der Bahnlinie bei Sedan durchzustoßen.

Tankabwehr
Karte Cheppywald und Argonnen

 

Beim 4. Garde-Regiment zu Fuß (1. GD/Division Tiefland):

Das Regiment weicht noch am Abend des 25. September 1918 aus dem Bereich Boureuilles in die Hauptwiderstandslinie beiderseits Varennes-en-Argonne aus. Gegen 8 Uhr morgens nähert sich der Amerikaner im dichten Nebel dem Ort und wird vorerst abgeschlagen. Meldungen gehen ein, dass etwa 25-30 Tanks auf der Straße von Boureuilles-Varennes im Anmarsch sein. Das II. Batl. meldet ebenfalls 20 Tanks von Cheppy kommend. Nachdem der Amerikaner beim links liegenden Nachbar, dem 2. GRzF durchbrach, schwenkte er im Rücken des 4. GRzF ein.

Das I./ Batl. wird aus seinem Ruhelager bei Exermont herausgezogen, lief sich allerdings schon bei Baulny fest. Die aus Varennes kommenden Bitten um Unterstützung konnten nicht berücksichtigt werden.

Die vor Varennes schachbrettartig entfalteten Tanks brachen an einigen Stellen durch, konnten aber durch Maschinengewehre und einzelne Gardisten mit Handgranaten zerstört werden. Die von Cheppy kommenden Tanks wurden durch die 1. Garde-Pionier-Kompanie im Verbund mit einer in der Nähe befindlichen Batterie des 4. Garde-Feldartillerie-Regiments bekämpft.

Die Airebrücke wurde gesperrt. Mehrere Tanks blieben brennend liegen, der Rest wurde zur Umkehr gezwungen. Wenig später wurde Varennes geräumt, das Regiment überquerte in der Gegend bei Apremont die Aire und versperrte die Straße nach Grandpre. Unterstellt war es nun der 5. Garde-Division. Das I./ Batl. wurde auf Baulny vorgeschoben, das II./ Batl. ins Aire-Tal. Anschluss bis Charpentry garantierte das 3. GRzF. Ein morgendlicher Angriff am 27. September wurde abgewiesen.

Der Amerikaner verlor bei diesem Angriff vier von 12 Tanks. Die Maschinengewehr-Kompanie leistete hierbei wertvolle Unterstützung. Charpentry ging am Abend verloren, der Amerikaner ist östlich der Aire kilometerweit durchgestoßen. Für das 4. GrzF war die Stellung unhaltbar geworden, es wich durch das Aire-Tal nach Les Granges aus. Dort ging es vor dem Montrebeau-Wald in Stellung, welchen der Amerikaner schon besetzt hielt.

Beim Angriff auf diesen, fiel am 29.September 1918, Lt. d. R. Hinselmann. Während des amerikanischen Gegenstoßes schossen 2 Geschütze des 4. GFAR aus kurzer Distanz drei Tanks ab.

 

Tankabwehr
Aufgesessene Infanterie vorwärts Boreuilles, 26 September 1918
Tankabwehr
Brücke bei Boreuilles nach der Wiederherstellung am 28 September 1918

 

Bei der 2. Landwehr-Division (Division Hochwald):

Die Division lag in der Hauptwiderstandslinie nördlich der Varenner Straße.
Am 23. September ließen sich die ersten Amerikaner vor der 5. Armee aufklären. Ob der frische, ausgeruhte und tadellos bewaffnete, sich mit Tanks nähernde Gegner, sich durch das schwierige Gelände der Argonnen wagen würde, blieb fraglich. Tankfallen auf der Halberstädter- und Varenner Straße wurden angelegt. Die Varenner Straße bot sich als Anmarschweg für Tanks nicht an, da sie parallel der Stellung der dort eingesetzten Landwehr-Regimenter verlief.

 

Tankabwehr
Verteidigung der Argonnen

 

Landwehr-Infanterie-Regiment 125 (2. LD):

Durch das Vordringen des Amerikaners im Airetal wurde eine Verlegung des Regiments notwendig.
Am 27. September wurde es aus der Hauptwiderstandslinie an der Varenner Straße um etwa 3 km nach Norden in Richtung Argonnenriegel verlegt. Auftrag war es, die zurückgebogene Flanke nach Osten von Noltelager-Landwehrstraße-Apremont zu halten. Das Beziehen der Stellung verlief nicht problemlos, Nachbaranschluss fehlte. Das LIR 125 sammelte sich an der Mudrahöhe und sicherte von Nordosten nach Südosten. Am Morgen des 29. September griff der Amerikaner aus Richtung Apremont-Montblainville an. Die unterstützenden Tanks konnten im offenen Gelände durch die Artillerie erfolgreich bekämpft werden. Das besetzte Apremont sollte am 30. September vom Regiment und von LIR 120 wieder eingenommen werden. Der Angriff blieb im Feuer liegen. 3 Tanks westlich aus dem Dorf angreifend, lassen nur den Rückzug zu. Das III./ Batl. LIR 125 wird an der Straße Apremont-Binarville durch Flankenfeuer und 4 aus dem Dorf angreifende Tanks bis auf 47 Mann fast vollständig aufgerieben.

 

Tankabwehr
Zerstörter Tank vor LIR 125

 

Beim 3. Garde-Grenadier-Regiment (5. GD/Eingreifdivision):
Das Garde-Grenadier-Regiment 3, am 26. September der 1. Garde-Division unterstellt, sollte die Lücke zwischen dem linken Flügel der 2. Landwehr-Division (LIR 125) und Baulny, wo sich der rechte Flügel der 1. Garde-Division (4. GRzF) noch hielt, schließen. Dieses bedeutete die Besetzung einer fast 5 km langen Linie vom Bouzon-Berg über Höhe 195 und Forges-Ferme, südlich und östlich um Montblainville herum bis zum Marstall Apremont, mit völlig unzureichenden Kräften. Der Regimentsstab wurde vom Noltelager an den Hauptverbandplatz am Fuße der Mudrahöhe verlegt. Schon am 27. September griff der Amerikaner um 6 Uhr 30 an. Beim II./ Batl. konnten in den Rücken eingefallene Tanks in Einzelgefechten beschädigt oder gefechtsunfähig gemacht werden.

Montblainville musste aufgegeben werden und wurde durch den Amerikaner besetzt.

Der Regimentsstab beschrieb die Aussicht, welche er des Mittags vom Mudra-Turm auf der Höhe hatte, folgendermaßen:

„Auf allen Höhenrücken lagen in weit auseinandergezogenen Schützenlinien und Widerstandsnestern ohne Gräben und Deckung die deutschen Verteidiger an Höhen und Hänge geklammert.

Die Tornister als Gewehrauflage benutzend, feuerten sie. Doch auf was für Ziele! Es waren feindliche Tanks, die alleine den Angriff durchführten. Höchstens 200 m voneinander entfernt, sah man sie gegen die deutschen Linien vorbrechen, fortgesetzt feuernd, selbst nur, schnell fahrend, ein kleines Ziel abgebend. Wohl feuerte unsere Artillerie. Aber viele Batterien waren vergast oder sonst außer Gefecht gesetzt. Nur einzelne Geschütze konnten noch die Tankabwehr durchführen. Sie schossen gut, denn immer wieder blieb ein Tank liegen. Immer näher krochen die Tanks an die deutschen Linien heran, stießen in sie hinein, schwenkten ein und rollten die Linien auf. Hielten doch 30-40 Tanks in einer Reihe wie auf dem Droschkenhalteplatz fast greifbar nahe auf der Chaussee. Aber weit und breit stand keine Artillerie mehr außer der Infanterie-Geschütz-Batterie 25.“

Im Abschnitt des I./ Batl. wurden zwei Tanks durch Maschinengewehre und Minenwerfer außer Gefecht gesetzt. Baulny wurde trotz aller Abwehr besetzt.

Am 28. September während des Kampfes um Apremont:
„Wiederum wurde der Vormarsch von Tanks auf der Straße nach Apremont gemeldet. Sofort eilten wir auf den Posten und machten geballte Ladungen, 3-5 zusammengebundene Stielhandgranaten bereit. Zwei Versuche mit der „Dreitopfmarke“ schlugen fehl. Da traf endlich die „Fünftopfmarke“ vor dem dritten Kampfwagen auf die Straße. Im Zeitraum einer Sekunde überwand das Fahrzeug die Entfernung von einem Meter, die dazwischenlag und dann erfolgte die erwartete Detonation. Durch den großen Luftdruck wurde der schwere Panzerwagen ein wenig angehoben, sackte mit dumpfen Krachen auf die Straße und blieb unbeweglich liegen. Die folgenden Wagen machten darauf kehrt und fuhren, um der unbekannten Gefahr zu entgehen, nach Süden zurück.“

Ebenso wurde das neue Tankgewehr eingesetzt. Mit 17 Patronen wurde ein Tank auf einer Entfernung von 50-100 m bekämpft. Sie reichten nicht aus um den Tank am Feuern zu hindern. Durch den starken Rückstoß der Waffe wurden die Schützen gezwungen sich abzuwechseln. Erst gezielter Beschuss mit einem leichten Minenwerfer konnte ihn unbrauchbar machen.

Am 4. Oktober fanden sich nach einem misslungenem Gegenstoß in Richtung Montrebeau-Wald, die wenigen Reste des GGR 3 im Bereich Les Granges wieder. Der Amerikaner stieß sofort aus Exermont durch die Gottbergschlucht nach.

 

Gottbergschlucht
Gottbergschlucht an der Straße nach Exermont.

 

9 Uhr vormittags stießen drei Tanks auf der Straße nach Les Granges vor. Sie wurden durch die Tankabwehr-Batterie sofort zusammengeschossen. Nachdem diese sich verschossen hatte, konnten zwei neu auftauchende Tanks nicht mehr unter Feuer genommen werden. Die Batterie und die MG der MG- Schule-Vaux, die an der Gottbergschlucht eingesetzt waren und sich ebenfalls verschossen hatten, gingen zurück. Fünf Tanks, die auf Chéhéry vorzustoßen versuchten, wurden durch die Minenwerfer in die Flucht gejagt.

Um 10 Uhr 40 traf ein neuer Tankangriff Les Granges, welches somit aufgegeben werden musste. Das I./ Batl. schlug einen kurz danach folgenden Angriff von sechs Tanks ab und konnte zwei Fahrzeuge durch Minenwerfer zerstören. Ein Kompanieführer berichtet:

„Jetzt traten die Tanks aus der Gegend der Munitionsschlucht und des Montrebeau-Waldes in breiter Linie zum vierten Vorstoß nach Norden an. Der linke Flügel war ca. 400 m östlich der Straße. Obwohl die kleinste Entfernung von uns über 700m betrug, wurde sofort das Feuer von den beiden linken MG eröffnet.“

Die Infanterie folgte in dichten Kolonnen den Wagen. Schlagartig kam der gesamte Vormarsch zum Stehen. Die Infanterie warf sich zu Boden ohne das Feuer aufnehmen zu können. Einzelne Kolonnen gingen in die schützende Schlucht zurück. Die Amerikaner hatten enorme Verluste durch Massierung des Feuers sowie den Überraschungseffekt.

 

Tankabwehr_Montrebeau
Montrebeau-Wald von Les Granges aus gesehen. Aus ihm erfolgte der Angriff am 04. Oktober 1918.

 

„Nach wenigen Minuten erkannten die Tanks ihre neue Aufgabe, die Niederkämpfung des immer noch vorhandenen Widerstandes. Sie machten links um und fuhren fast in Kiellinie nach Westen auf die große Straße los, die von den ersten Wagen alsbald überschritten wurde. In breiter Linie marschierten sie 400 m vor uns auf. Unser rechtes Flügel-MG, das über einige Gurte Stahlmantel-Kernmunition verfügte, versuchte mit dieser etwas gegen die Tanks zu erreichen, leider ohne Erfolg.

10 Tanks, die inzwischen unsere auf ziemlich genau 200 m ausgedehnte Stellung an der Straße erkannt hatten, näherten sich langsam unserer Linie. Alle 20 m befand sich ein Kampfwagen. Durch das ununterbrochene Feuer der 3,5 cm Granaten wurde erst einer der Schätzer neben mir verwundet und dann ein Schütze des rechten MG. Wieder standen wir einer unhaltbaren Lage gegenüber. Die Nervenbelastung der Beteiligten war erheblich. Mit ihren Waffen konnten sie den Tanks nichts anhaben, und eine Gelegenheit, geballte Ladungen zur Wirkung zu bringen, war in dem ungedeckten Gelände nicht vorhanden. Auf Wurfweite konnte man die schießenden Kästen nicht herankommen lassen. Von unserer Artillerie fiel auch kein Schuß, sodaß die Tanks, obwohl sie sich auf einer völlig freien, von weither zu übersehenden Freifläche befanden, gänzlich unbehelligt operieren konnten.“

Nachdem alle Gurte der MG verschossen waren und die Fahrzeuge bis auf 70 m herankamen wurde die Kompanie in den Wald rückwärtig zurückgenommen.

 

Tankabwehr_LesGranges
Les Granges an der Straße Apremont-Fleville. Stellungsbereich des 3. GGR am 4.Oktober 1918
Tankabwehr
Durch eine Tankmine zerstörter Tank und Unterstützungs-Anhänger, nördlich Fléville, 12 Oktober 1918

 

Östlich der Maas
Aus Archivunterlagen ist zu entnehmen, dass 1918, markante Punkte, Zugangsstraßen und Orte durch Anlagen diverser Art gesperrt wurden.

Folgende Sperren sind fertig angelegt worden:

Sperren aus Drahttrossen/Verhauen, Barrikaden:

  • Straßengabel südlich Damvillers, heute Kreuzungsbereich D19/D905.
  • Straßengabel der heutigen D19/D125 zwischen Gibercy und Mureau.
  • Südausgang Mureau.
  • Straße Moirey nach Ville-devant-Chaumont an den sich gegenüberliegenden Ortsausgängen.
  • Ortsausgang Ville-devant-Chaumont Richtung Bois de Caures.
  • Am Hessenplatz (nahe Befehlsbunker Driant) rechts der Straße nach Ville-devant-Chaumont, heute D905.
  • Auf und rechtseitig der Straße nach Ville-devant-Chaumont an Beginn der Freifläche zwischen Bois le Comte und Foret Communale de Ville-devant-Chaumont.
  • Am Hessenplatz auf der Straße nach Flabas, heute D123

 

Sperren aus Tankfallen:

  • Nordausgang Beaumont-en-Verdunois, sowie westlich an der Kreuzung der Straße Vaucherauville nach Ville-devant-Chaumont,rechts des Fay-Wälchdens.
  • Nördlicher Dorfrand Beaumont-en-Verdunois am südlichen Ausläufer der Schüppenschlucht.
  • Auf der Kegelbahn westlich sowie unterhalb des Herbebois.

 

Kombinierte Sperren aus Drahtrossen, Verhauen sowie Minen:

  • Nordöstlich von Beaumont-en-Verdunois am Nordausläufer der Schüppenschlucht.
  • Rechts und links der Kegelbahn zwischen Herbebois- und Andreasschlucht. Mit Tankfalle auf Kegelbahn.
    (Chemin de St. André)
  • Kegelbahn im nordöstlichen Knick zum Kap der Guten Hoffnung.
  • Nordostausläufer Andreasschlucht

Im Bereich der Kegelbahn rechnete das 20. bayr. Infanterie-Regiment schon Ende des Jahres 1917 mit einem Vorstoß mit Tanks und erließ am 30. Dezember 1917 einen Abwehrplan. Aus diesem ging hervor, wie und in welcher Reihenfolge die anrollenden Tanks von den dort eingesetzten MG 08 und MG 08/15 mit SmK-Munition bekämpft werden sollten.

 

Beim Landwehr-Infanterie-Regiment 31 (1. LD) bei Flabas:
Am 16. Oktober 1918 wird der rechte Flügel des I./ Batl. von 15 amerikanischen Tanks und dahinter folgender Infanterie angegriffen. Durch Gewehrfeuer und Maschinengewehre kann der Angriff abgeschlagen werden. Hierbei bewährte sich die 4./ Kompanie und die dort eingesetzten Gewehre der 1./ Maschinengewehr-Kompanie.
Die Tanks kamen bis 100 m an die Linie des Batl. heran, sechs von ihnen wurden außer Gefecht gesetzt.

Der amtliche Heeresbericht vom 17. Oktober 1918 verkündet hierüber:
„Bei Abwehr des westlich von Flabas mit Panzerwagen vordringenden Gegners zeichnete sich die 1. Landwehr-Division besonders aus“.

Die vor der Stellung liegenden Tanks wurden in den folgenden Tagen durch Patrouillen gesprengt und brannten aus.

 

Das Garde-Grenadier-Regiment 3 (5.GD) bei Etain:
Ab dem 22. Oktober 1918 lag das GGR 3 in der Hauptwiderstandslinie mit Ornes-Riegel im Bereich zwischen Etain und Hautecourt. Ein Offizier wurde damit beauftragt die im Regiment vorhandenen fünf Tankabwehrgruppen, welche mit Tankgeschützen, Tankgewehren, leichten Minenwerfern und schweren Maschinengewehren ausgestattet waren, zu führen. Die zur Tankabwehr gewählten Stützpunkte lagen in der Hauptwiderstandslinie verteilt. Die Verteidigung war in tief gegliederten, schachbrettartigen Stützpunkten eingerichtet um durchbrechenden Tanks immer wieder entgegentreten zu können. Versumpftes Gelände kam der Verteidigung gegen gepanzerte Fahrzeuge entgegen. Gardepioniere arbeiteten am 24. Oktober an Tankminensperren südlich Abaucourt, nördlich Hautecourt, südlich des Cognon-Waldes und im Ornes-Riegel. Bei den schweren Angriffen des Amerikaners bis zum Waffenstillstand sind keine Kämpfe mit Tanks verzeichnet.

 

Tankabwehr
Tanksperre bei Etain
Tankabwehr
Minensperre in der Woevre-Ebene
Tankabwehr
Minensperre in der Woevre-Ebene

Bilderquelle : American Armies and Battlefields in Europe/1938

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.