Die Zitadelle von Verdun

Schon im frühen Mittelalter war Verdun eine befestige Stadt an der wichtige Handelsrouten entlangliefen. Durch den Vertrag von Chambord fällt es 1552 an den König von Frankreich, Heinrich II.

Der Bau der Zitadelle begann schon 1567 nach der Bastionsbauweise auf dem Saint-Vanne Felsen, erstreckte sich aber über mehrere Jahrhunderte bis zu seiner Fertigstellung. Der Festungsbaumeister Vauban (1633 – 1707), gestaltete den Bau weiter und noch Mitte des 19. Jahrhunderts arbeitete man nach seinen Plänen.
Nach dem die Preußische Besatzungsmacht 1873 die Zitadelle verließ, wurden die Arbeiten, allerdings unterirdisch, zur Verstärkung weiter fortgesetzt. In den Jahren 1890 und 1893 wurden unter Kommandant Guinot 4 km unterirdische Gänge angelegt. 1914 wurden 4 Horchstollen angelegt und mit dem Stollensystem verbunden. Im dritten Kriegsjahr wurden Bäckereien geschaffen, Telefonzentralen, Lagerräume, Aufenthaltsräume und vieles mehr eingerichtet, um das Leben und Arbeiten zu erleichtern. Nun war Platz für mehrere tausend Menschen, unterschiedliche Quellen sprechen von 5000 – 10000 Personen.

Am 13. September 1916 wird in ihren Gewölben die Stadt mit der Aufnahme in die Ehrenlegion ausgezeichnet und ihr das Kriegsverdienstkreuz verliehen.

Schon 1916 schlägt der Präsident des Souvenir Francais aus Rennes vor, dass ein unidentifizierter französischer Soldat im Panthéon bestattet werden soll. Der anschliessende Gesetzesentwurf wird einstimmig duch die Nationalversammlung beschlossen und der Bestattungsort geändert: Arc de Triomphe de l’Ètoile in Paris

Die Richtlinien sehen vor, dass in jedem der festgelegten Frontabschnitte: Flandres, Artois, Somme, Marne, Chemin de Dames, Champagne, Verdun, Lothringen und Elsaß ein nicht identifizierter französischer Soldat exhumiert wird. Am 09. November 1920 werden die Särge nach der Zitadelle von Verdun transportiert. Aber nur acht Särge kommen an, da bei einem der Särge Zweifel aufkommen.

Am nächsten Tag überreicht André Maginot (Minister für Pensionen und Kriegshilfen) Auguste Thin, einem jungen Obergefreiten des Regiment d’Infanterie 132, der zuvor dazu bestimmt wurde den unbekannten Soldaten auszuwählen, einen Blumenstrauß mit den Worten: „Soldat, Sie werden diesen Blumenstrauß auf einen der acht Särge ablegen, derjenige ist dann der unbekannte Soldat (…). Dies ist die höchste Würdigung und sie ist nicht zu hoch, wenn es sich um den handelt, dessen anonymes Opfer und dessen übermenschlicher Mut das Vaterland, die Rechte und die Freiheit gerettet hat.“
Der junge Soldat bleibt vor dem 6. Sarg stehen, er zählte die Zahlen seines Regiments zusammen – RI 132.

Der nun auserwählte Leichnam findet seinen Platz als „Unbekannter Soldat Frankreichs” unter dem Arc de Triumph.
Die übrigen sieben Gefallenen werden auf dem Französischen Soldatenfriedhof Faubourg – Pavé in Verdun unter dem Hochkreuz bestattet.

 

Eingang zur Zitadelle

Heute dient ein Teil der Zitadelle als Museum, im Rahmen einer Rundfahrt werden dem Besucher dort 15 Szenen aus dem Leben im Ersten Weltkrieg audiovisuell dargestellt. Ein Weg durch den Park der Marschälle der die Zitadelle umgibt, führt an den hohen Umwallungen der Befestigung vorbei und wird flankiert von 16 Statuen französischer Marschälle aus der Zeit Napoleons I. bis zum Ersten Weltkrieg.

 

Park der Marschälle

 

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten:
  • Februar : 9.30 – 12.30 Uhr / 13.30 – 17.30 Uhr
  • März : 9.30 – 17.30 Uhr
  • April / Mai : 9 – 18 Uhr
  • Juni / Juli : 9 – 19 Uhr
  • August / September : 9 – 19 Uhr
  • Oktober und November : 9.00 – 12.30 Uhr / 13.30 – 18.00 Uhr
  • Dezember : 10 – 12 Uhr / 14 – 17 Uhr
  •  Vom 24. Dezember bis zum 1. Februar geschlossen
  • Letzte Besichtigung 45 Minuten vor dem Ende der Öffnungszeit

Gruppen sollten auf jeden Fall reservieren

Homepage

Informationen zur Zitadelle
Tél. : +33 3 29 84 84 42




Außerhalb dieser Zeiten ist die Zitadelle geschlossen.










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