Der Angriff auf Verdun

Vorbereitungen
Der Angriff auf Verdun
Die Schlacht auf beiden Seiten der Maas
Die Zermürbungsschlacht
Französische Gegenoffensiven
Bis zum Waffenstillstand

 

Der Infanterieangriff setzte gegen 5 Uhr nachmittags vom Haumont-Wald bis nach Ornes ein.
Die drei Armee-Korps III. AK, VII. Reserve-AK und XVIII. AK begannen mit dem Vormarsch, wurden jedoch vom französischen XXX. Armee-Korps aufgehalten, welches 3 Tage lang das Eintreffen von Verstärkungen deckte. Ein heldenhafter Kampf folgte der bis dahin in diesem Ausmaße nie dagewesenen Artillerievorbereitung. Die französischen Jäger-Bataillone 56 und 59 des Colonel Driant verteidigten im Caures-Wald jeden Fußbreit Bodens. Am Abend waren die Fortschritte der Deutschen, im Gegensatz zu ihren Verlusten, unbedeutend. Es gelang ihnen lediglich den Haumont-Wald zu nehmen. Am 22. Februar setzte das Artilleriefeuer bei Schneefall erneut ein und steigerte sich zunehmend; im Caures Wald leisteten die von zwei Seiten eingeschlossenen Jäger des Colonel Driant erbitterten Widerstand. Der Colonel fiel, nachdem er seine Truppen auf das Dorf Beaumont zurückgehen ließ.

Am 23. nahm der Kampf zu. Der Ort Brabant fiel nach erbitterter Gegenwehr des französischen Infanterie-Regiments 351 in die Hand des westpreußischen Füsilier-Regiment 37 (Krotoschin). Weiter östlich tobte die Schlacht besonders wütend, die Franzosen unternahmen erfolglose Gegenangriffe im Caures-Wald und wurden selbst im Herbebois angegriffen. Die 51. französische Infanterie-Division wich aus, die Deutschen mußten die Fortschritte der 21. und 25. Infanterie-Division in Richtung Fosses-Wald teuer bezahlen. Am Abend ging die Linie von Samogneux über Beaumont nach Ornes. Während der Nacht wurde Samogneux vom niederrheinischen Reserve-Infanterie-Regiment 57 (Wesel) genommen.

 

Am 24. verstärkten die Deutschen ihre Angriffstruppen. Das deutsche Oberkommando verlangte von ihnen äußerste Kraftanstrengung und es gelang ihnen so, wenn auch durch die französische Artillerie des linken Maasufers gehindert, die Höhe 344 östlich Samogneux, den Fosses-Wald, den Chaume-Wald und das Dorf Ornes zu nehmen.

Am 25. leistete die 37. französische Infanterie-Division, die mit der Verteidigung des Talou-Rücken und des Dorfes Lovemont beauftragt war, lange den hartnäckigen Angriffen der 25. deutschen Infanterie-Division Widerstand. Westlich von ihr gelang den Brandenburgern vom Infanterie-Regiment 24 (Neuruppin) den Vauchewald zu besetzen. Sie drangen gegen das Dorf Douaumont vor und nehmen das Fort im überraschenden Handstreich. Die Angriffe des hessischen Füsilier-Regiment 80 (Wiesbaden) gegen das Dorf scheiterten an der Gegenwehr der Franzosen. Die Fortschritte der Deutschen auf dieser Seite blieben nicht ohne Einfluß auf die 37. französische Infanterie-Division, die sich gezwungen sah, den Talou-Rücken aufzugeben.

Gleichzeitig wurde in der Woevre-Ebene, die in gefährlicher Weise vorspringende, nur von schwachen Kräften gehaltene Front an den Fuß der Maashöhen zurückverlegt. Die Zurücknahme wurde durch ein Verzögerungsgefecht verschleiert, so daß die neu ausgewählten Stellungen ausgebaut werden konnten.

In der Nacht übernahm General Petain das Kommando über die französische Armee von Verdun. Er ordnete an, mindestens die Forts durch eine ununterbroche Linie von Laufgräben zu verbinden. Sie wurde mitten in der Schlacht angelegt. Petain bestimmte eine ganze Division zum Ausbau der vor der 2. und 3. Linie liegenden Hänge; er setzte 13 Bataillone an, um die von Bar le Duc über Souilly nach Verdun führende Strasse in Stand zu halten. Die Heilige Strasse (Voie Sacrée) wurde zur Hauptverkehrsader für den Nachschub von Mannschaften und Munition.

 

Die 39. französische Infanterie-Division, die an die Stelle der 37. trat, wies im Laufe des 26. siegreich alle Angriffe der 21. deutschen Infanterie-Division auf den Pfefferrücken ab; eine Brigade hielt das Dorf Douaumont gegen die Angriffe des Grenadier-Regiment 12 (Frankfurt/Oder), bis zu der am Abend stattfindenden Ablösung durch die 2. Infanterie-Division.

An den folgenden Tagen setzte sich der Kampf an den Rändern und in den Strassen von Douaumont fort, bis es endlich am 04. März vom brandenburgischen Infanterie-Regiment 52 (Cottbus) und von dem westpreußischen Pionier-Bataillon 12 (Graudenz) eingenommen werden konnte. Der deutsche Vorstoß konnte jedoch in gleicher Stärke nicht länger durchgeführt werden, er kam nicht mehr von der Stelle. In Douaumont kam der deutsche Angriff zum Stehen, dazu gab es vom linken Maasufer Flankenfeuer. Von da an erfolgten die Operationen auf beiden Maasufern entweder gleichzeitig oder nacheinander.

Ein Gedanke zu „Der Angriff auf Verdun“

  1. Für die ersten Angriffstage: Bitte bei dem auf das Dorf Brabant angesetzten „VII. Armeekorps“ bitte anmerken das es sich um das VII. RESERVE-Korps (von Zwehl) handelt. Das VII. A.K. (von Francois) kam erst später bei der Angriffsgruppe West zum Einsatz. Ansonsten auch das Vorgehen des V. Reserve-Korps (von Gündell) im Osten aus der Woevre-Ebene gegenüber der französischen 14. Division einbauen, welche mit der 9. Reserve-Division am 25. Februar bereits Bezonvaux genommen hatte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.