The Lost Battalion

Argonnerwald, Argonnerwald – ein stiller Friedhof bist du bald!!

 

Argonnen

 

„The Lost Battalion“ war ein amerikanischer Verband von 9 Kompanien, die im Oktober 1918 für mehrere Tage von deutschen Truppen im Argonnerwald eingeschlossen waren. Die Geschichte diente als Vorlage für Hollywood-Filme und zahlreiche Publikationen.

 

 

 Allgemeine Lage im Herbst 1918 an der Westfront:

Mitte September 1918 hatten sich in der Champagne, sowie zwischen Argonnen und Maas, starke französische und amerikanische Kräfte zum Angriff bereitgestellt. Die geplante Angriffsrichtung war Sedan – Charleville. Der Angriff der amerikanischen Truppen hatte zum Ziel, schnell rechts und links der Argonnen vorzustoßen. Die amerikanischen Kräfte wollten dann, mit den über Vouzier vorstoßenden Franzosen, über Aisne und Aire nachdrängen und die Argonnenbesatzung so abschneiden. Die deutsche Front sollte aufgebrochen und von der Maas her aufgerollt werden. Der französische Angriff in der Champagne wurde jedoch abgewiesen, ebenso hielt die Argonnenfront stand; den amerikanischen Truppen gelang im Airetal und westlich der Maas ein tiefer Einbruch in die deutschen Linien. Den deutschen Truppen gelang es allerdings, hier die Front zu stabilisieren. Trotz der starken Überlegenheit gewannen die amerikanischen Soldaten bis Anfang Oktober nur langsam an Boden.

 

 

An Reserven standen den Deutschen nur Reste abgekämpfter Divisionen zur Verfügung. Die kämpfenden Truppen konnten nicht abgelöst werden und waren dadurch übermüdet und oft am Ende ihrer Kräfte. Die Kompaniestärken betrugen nur noch 60 – 80 Mann, zu Kriegsbeginn waren es noch fast 250 Mann.
Im Einverständnis mit der obersten Heeresleitung bezog die Heeresgruppe Kronprinz zwischen dem 10. – 13. Oktober die Hunding-Brunhild-Stellung nördlich der Aire. Zwischen Vouziers und Grandpré suchten die französische Armee den Durchbruch und im Airetal blieb der Druck der amerikanischen Streitkräfte stark. Im weiteren zeitlichen Verlauf folgten die Rückzugskämpfe an die Maas, und ab dem 04. November wurde das Westheer in die Antwerpen-Maas-Stellung zurückgeführt. Am Vormittag des 11. November 1918 trat der Waffenstillstand in Kraft.

 

Lage in den Agonnen:

Die Argonnen galten weitestgehend als ruhiger Frontabschnitt. Einzelne Patrouillen, Erkundungsunternehmen und Artilleriegeplänkel störten die Ruhe dieses Abschnittes. Seit März 1918 waren die ehemaligen Hauptgräben zur Vorfeldzone umgebaut worden. Alles nicht benötigte Material wurde zurückgeschafft, Förderbahnen und Elektrizitätswerke abgebaut. Nicht benötigte Stollen wurden verbarrikadiert, Gräben verdrahtet; lediglich einzelne Feldwachen und Horchposten blieben zurück. Die Stellungen in den Argonnen waren durch die 2. württembergische Landwehr-Division besetzt, die zum größten Teil aus älteren Jahrgängen bestand. Viele Schwaben aus der Gegend um Heilbronn, Ehingen, Kirchheim, Ulm und Stuttgart dienten in ihr, aber auch viele Elsässer aus dem Oberelsaß. Westlich in der Champagne schlossen sich die 9. Landwehr-Division und östlich der Argonnen die 1. Garde-Division an.

 

Argonnen

 

 

Der amerikanische Angriff am 26. September 1918

Im Westen der Argonnen wurde am 25. September die 76. Reserve-Division zur Verstärkung zwischen die 9. und die 2. Landwehr-Division eingeschoben. Im Einzelnen löste das RIR 254 das LIR 83 ab. Direkt östlich davon schloss sich der Abschnitt des zur 2. Landwehr Division gehörenden württembergischen LIR 122 an. Um dem Gegner nicht die Verstärkung zu verraten, blieb das Vorfeld vorerst noch dünn von der Landwehr besetzt.

 

 

Am Abend des 25. September begann gegen 22.30 Uhr das amerikanische Artilleriefeuer auf die Stellungen in den Argonnen. Am Morgen des 26. September brachen die amerikanischen Truppen in Stärke mehrerer Divisionen in die Argonnenfront ein. Sie gelangten über die Höhe 285, entlang der Varenner Straße ins Mortier- und Charmesbachtal. Die Vorfeldtruppen wichen kämpfend auf die Rückhaltlinie aus und besetzten später die Hauptwiderstandslinie.

Zwischen Argonnen und Maas war ein amerikanischer Angriff vor der 117. ID und 1. Garde-Division über die Aire an den Ostrand der Argonnen bis in die Gegend Montblainville – Charpentry – Epinonville vorgekommen. Dadurch wurde die 2. Landwehr-Division gezwungen, zur Sicherung der linken Flanke ihren linken Flügel entlang des Ostrandes der Argonnen zurückzubiegen.

Weiter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.