Kanonier Otto Hermsdorf

Kanonier
Otto Hermsdorf

 * 5. Januar 1893 in Nowawes/Teltow (Potsdam-Babelsberg)

+ 23. Februar 1916 am Etang de Rebraquis bei Verdun

 

I. Westpreussisches Fußartillerie-Regiment Nr. 11
4./ Batterie

 

Auch das Schicksal von Kanonier Otto Hermsdorf kann nicht komplett geklärt werden.

Das einzige bekannte Datum seines Todes ist der 23. Februar 1916, allerdings griff das Fußartillerie-Regiment 11 erst ab 25. Februar 1916 aktiv in die Kämpfe auf dem Ostufer bei Verdun ein. Über Ornes ging es nordwestlich von Bezonvaux in Stellung um dort das Feuer gegen Fort Vaux aufzunehmen. Über die davorliegenden Tage und Tätigkeiten gibt es keine Informationen.

Otto Hermsdorf beerdigte man auf dem Ehrenfeld des Friedhofs Nordend in Berlin-Pankow. Fälschlicherweise ist die Ruhestätte beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit Dankeskirchhof Berlin-Reinickendorf angegeben.

 

Hermsdorf
Grabmal Otto Hermsdorf
           
Hermsdorf
Das Denkmal des Fußartillerie-Regiments Nr. 11auf dem Neuen Garnisonsfriedhof in Berlin

 

Folgende Inschrift ist auf dem Grab von Otto Hermsdorf zu entiffern:

Dies Grab

heiliger Friedhofsstille

deckt unseren Sohn

und Bruder zu,

hier schlummert sanft

die irdische Hülle,

der Geist fand droben

seine Ruh.

 

Unteroffizier Wilhelm Eckermann

Unteroffizier

Wilhelm Eckermann

* 30. September 1876 in Nordrath bei Velbert

+ 05. Mai 1916 vor Verdun

Feldartillerie-Regiment 99

1. Batterie

Wilhelm Eckermann fiel beim Beschuß seines Ruhelagers vor Verdun.

 

Die Regimentsgeschichte schreibt:

Am 01. Mai durfte das Regiment zum erstenmal eine Beschießung der Front durch unsere schwersten Geschütze erleben. Fast den ganzen Tag lag Fort Vaux unter dem Feuer der 42er. Die II. Abt. unterhielt ein lebhaftes Brennzünderfeuer auf die Hochebene hinter dem Fort und besonders auf den Zugangsweg, den sog. Altkirchgraben, um etwa fliehende Besatzungen im Entweichen zu fassen. Die nächsten Tage brachten neben den Tagesaufgaben mehrfach Sperrfeuerunterstützungen der rechten Nachbardivision. Auch der Feind ließ nicht ab in seinen Bemühungen, die ihm so lästige Artillerie zu vernichten. Nachdem am 02. Mai die II. Abt. ohne Erfolg mit schweren Granaten bedacht worden war, brachte der 04. Mai der I. Abt. schwere Verluste in der Feuerstellung und vor allem in den Lagern. Neben vier Verwundeten bei den Geschützen kosteten der 1. Battr. eine Beschießung des Lagers vier Tote (Unteroffizier Eckermann, Gefr. Scholle, Musk. Ellies und Kanonier Jarosch I) und drei Verwundete sowie 11 Pferde. Unter diesen Umständen erwies sich eine Verlegung des Lagers als notwendig. Die Protzen zogen weiter nach Norden an einen Waldrand.

 

Wilhelm Eckermann liegt auf dem Kriegsgräberfeld des evangelischen Friedhofs in Velbert.  

 

Eckermann
Grabstein

Fort Souville

Das Fort Souville stellte auf Grund seiner Größe und seiner Höhe (388m ü. N.N) ein imposantes Bauwerk dar. Man konnte vom Zwischenwerk Kalte Erde über Douaumont bis nach Vaux beobachten und schießen.

Das Fort Souville wurde in den Jahren 1875 bis 1877 auf dem Hügel Souville errichtet. Außerhalb des Forts baute man Schutzräume, die mit dem Fort durch zwei gemauerte Stollen verbunden wurden.  

Beiderseits des Forts befand sich ein 10 m breiter und 7 m tiefer gemauerter Graben. Die in der Mitte der Anlage vorhandene Tiefkaserne und das Munitionsdepot sind mit Beton verstärkt worden. Die Turmunterbauten erhielten aus Beton verstärkte Munitionsräume.

Zu Beginn des Weltkriegs stationierte man Stäbe und eine Telefonzentrale im Fort. Das Fort Souville stellte neben dem Werk Thiaumont und der Höhe Kalte Erde, das letzte große Hindernis in der zweiten Verteidigungslinie östlich der Maas dar, um einen feindlichen Durchbruch ins Tal der Maas zu verhindern.

Als am 21. Februar 1916 der deutsche Angriff auf Verdun begann, verstärkten die Franzosen sofort die Besatzung des Fort mit einer Bedienungsmannschaft für den Geschützpanzerturm des Forts. Im Laufe des Jahres 1915 war auch dieses Fort nur schwach besetzt worden. Nach 600 Schüssen beschädigte ein Rohrkrepierer das Geschütz und setzte es außer Betrieb.  

Am 10. April 1916 wurde der Geschützpanzerturm endgültig eingefahren und in seinem Inneren ein Brigadestab untergebracht.

Nach dem Fall des Fort Douaumont erhielt das Fort Souville durch seinen ausgezeichneten Beobachtungspunkt große strategische Bedeutung.  

Anfang Juni 1916 verfügte das Fort über zwei 5,8-cm-Geschütze und 16 Maschinengewehre. Das Fort lag täglich unter schwerem deutschen Artilleriefeuer.  

Als am 7. Juni 1916 das Fort Vaux kapitulierte, lagen die deutschen Truppen zweitausend Meter weiter nördlich im Dorf Fleury.  

Ab dem 21. Juni 1916 verstärkten die deutschen Soldaten ihren Angriff auf das Fort Souville und feuerten am 22. Juni 1916 fast 200 000 Gasgranaten auf die Hochebene von Souville und die französischen Batteriestellungen. Am 22. Juni trafen fast 38 000 Geschosse das Fort Souville. Die nicht betonierten Gebäude des Forts erlitten dabei große Zerstörungen, alle gemauerten Anlagen wurden zerstört und die Grabenstreiche eingeebnet.

Nach verstärktem Artilleriefeuer stießen dann am Morgen des 23. Juni 1916, einem heißen und schwülen Hochsommertag, die deutschen Truppen auf Souville vor.  

Über die Höhen und durch die Schluchten drangen die deutschen Soldaten, 80.000 Bayern, Jäger vom Alpenkorps, vor. Vor dem Fort Souville wurde der deutsche Angriff unter großen Opfern zurückgeschlagen.  

Mit dem 23. Juni 1916 endete die deutsche Verdun-Offensive. Die weiteren deutschen Angriffe sollten eigentlich nur noch die kritische Lage der stark dezimierten Truppen verbessern.  

Am 12. Juli 1916 war der größte Teil des oberirdischen Forts zerstört, ein weiterer von den Deutschen bei Morgengrauen herbeigeführter Angriff konnte abgewehrt werden. Das Fort Souville blieb in französischer Hand.  

 

 

Souville
Das Denkmal des verwundeten Löwen – Symbol fürdie Verteidiger von Fort Souville – an der Kreuzung D112/D913 bezeichnet den Punkt des äußersten Vorstoßes der deutschen Truppen – das Kernwerk des Fort Souville am 12. Juli 1916

 

Die 14. bayerische Infanterie-Division errang den letzten deutschen Sturmerfolg vor Verdun durch das Eindringen in die Souville-Schlucht. Der Angriff scheiterte aber letztlich, so daß das Fort von den Franzosen endgültig gesichert und repariert werden konnte. Man verband die Schutzräume des Forts mit dem Geschützpanzerturm und dem einzigen noch erhaltenen betonierten Raum des oberirdischen Anlagenteils.  Französische Soldaten gruben einen Brunnen, Schächte und Stollen und installierten auf dem Fortoberbau einen kleinen und wenig geschützten Beobachtungsstand.  

Bis Dezember 1916 wurde das Fort von deutscher Artillerie beschossen. 1917 vollendete man den unterirdischen Verbindungsgang zum Geschützturm, den man repariert und zugleich mit einer Beobachtungsglocke ausgestattet hatte.

 

 

Fort Vaux

Das Fort Vaux, ein ähnliches Festungswerk wie Fort Douaumont nur weitaus kleiner, lässt sich ebenso von Innen besichtigen. Ausgestattet war das Fort ebenfalls mit einem Galopin Geschützturm, sowie drei gepanzerten Beobachtungstürmen. Während der Schlacht um Verdun wurde das Fort von den deutschen Truppen belagert. Erst am 07. Juni 1916 kapitulierte die französische Besatzung.

 

Vaux
Bei Fort Vaux
         
Fort Vaux
Stellung in der Grabenwehr von Fort Vaux
 

 

Öffnungszeiten:

 

  • Februar / März : 10.00 – 17.00
  • April : 10.00 – 17.30
  • Mai / Juni : 10.00-18.30
  • Juli / August : 10.00 – 19.00
  • September : 10.00 – 17.30
  • Oktober / November : 10.00 – 17.00
  • Dezember : 10.00 – 16-30

 

Außerhalb dieser Zeit ist das Fort geschlossen.