Leutnant Werner Robschinsky

Leutnant
Werner Robschinsky

Zugführer 1. Maschinengewehr-Kompagnie

Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 92

Friedenstruppenteil: Füsilier-Regiment   (1. Hannoversches)   Nr. 73

Träger des Eisernen Kreuzes II. Klasse

Geboren am: 30. September 1897 in Berlin-Lichterfelde

Gefallen am: 23. Juni 1916 Verdun

 

Leutnant Robschinsky fiel beim Sturm des Regiments auf das Thiaumont-Werk und das Dorf Fleury der eigenen Artillerie zum Opfer.

Am 17. April 1916 zeichnete sich Robschinsky bei der Erstürmung des Albainrückens aus.

Aus der Regimentsgeschichte des RIR 92:

…Die schwerste Aufgabe hatte die 4. Komp., die das tiefe Gewirr der Wabengräben zu nehmen hatte. Von ihrem Führer Lt. Kellinghusen, war gut vorgesorgt. Die beiden erkannten Maschinengewehre gleich gegenüber der Sappe sollte Lt. Robschinsky mit einigen Draufgängern überraschend stürmen, damit sie nicht erst zum Schuß kamen. Das glückte. Die wachsamen frz. Schützen sprangen gerade ans Gewehr, als Robschinsky und seine Begleiter mit Handgranaten beide Bedienungen erledigten. Das ersparte auch den anderen Kompagnien viel Blut.

Lt. Robschinsky wurde von seinem Kompagnieführer für die schneidige Tat zum E.K. I eingegeben…

…Unsere Artillerie setzte mit schwerem Feuer aus allen Kalibern ein.

Bedenklich nahe orgelte es bei der 8. Komp. über die Köpfe, und nicht lange, da gab ´s Kurzschüsse einer schweren Batterie in die Stellung der 7. Komp., die im Tal unten nahe des Franzosennest lag. Ein Kurzschuß tötete Leutnant Kruse, den beliebten Kompagnieführer, und Leutnant Robschinski von der MGK, den tapferen Stürmer vom 17. April…

Das Thiaumont Werk

Aus   „Die Tragödie von Verdun 1916,   3. und 4. Teil“ des Reichsarchives;

…Dazu waltete über dem Einsatz der 92er noch ein besonderer Unstern.

Schon beim Anmarsch am 22. und während der Bereitstellung fiel eine ungewöhnlich große Anzahl von Offizieren aus…

…Lt. d.R. Kruse, Kp.F. 7., Lt. Robschinsky, MGK,…

Da die bayerische Artillerie im Juni ständig die eigenen Stellungen unter Feuer nahmen, erhielten sie durch das RIR 92 den Spitznamen „Regiment Kaiser“, in Anlehnung an dessen Aussage vom 16. August 1914: „Ich kenne keine Parteien mehr“.

Die letzte Ruhestätte fand Robschinsky in seiner Heimat Berlin auf dem Parkfriedhof Lichterfelde.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.