Leutnant und Zugführer Erich Gollmer

Leutnant und Zugführer
Erich Gollmer

4. Badisches Infanterie-Regiment „Prinz Wilhelm” Nr. 112
4. Maschinengewehr-Kompagnie

* 03. September 1897 Metz
+ 02. August 1917 bei Malancourt

Gollmer, Sohn eines Militär-Intendantursekretärs bei der 29. Infanterie-Division, besuchte das Großherzogliche Friedrich-Gymnasium in Freiburg. Am 5. August 1914 trat er als Freiwilliger, im I. Rekrutendepot des I. Ersatzbataillons im Infanterie-Regiment Nr. 113, der Armee bei. Am 4. November 1914 wurde er vereidigt, dort schon ins 4. badische Leib-Grenadier-Regiment 109 versetzt. Mitte November 1914 folgte die Versetzung in das Reserve-Infanterie-Regiment 203. Das Infanterie-Regiment 112 war ab Mai 1915 die letzte Station in seiner militärischen Karriere. Am 15. Juni 1915 wurde er zum Unteroffizier ernannt, die Beförderung zum Feldwebel folgte am 6. September 1915.

Mit dem Offizier-Patent zum Leutnant am 26. März 1916, hatte Gollmer seinen Enddienstgrad erreicht und wurde als Zugführer eingesetzt.

Das I. Bataillon und somit die zugeteilte 4. Maschinengewehr-Kompagnie wurde am 01. August 1917 beim Unternehmen „Zähringen” eingesetzt. Zähringen hatte zum Ziel die verlorenen Stellungen vom französischen Angriff am 17. Juli 1917 in den Abschnitten Quelle, Wald und Straße auf der Höhe 304 wieder zu erobern.

Vom 23. Juli  bis zum 29. Juli 1917 wurde das I. Bataillon als Sturmbataillon bei der Robinette-Ferme ausgebildet. Abschluss der Ausbildung war eine Angriffsübung auf ein Übungswerk bei Bantheville unter den Augen des Generals v. Francois.

Durch starken Regen setzte sich der Angriff des Sturmbataillons am 01. August schwerlich in Gang. Er endete mit einem Geländegewinn von 700 m auf 2 km Breite und über 700 Gefangenen. 97 Batterien und 230 Minenwerfer schossen das Vorbereitungsfeuer, teilweise mit Buntschießen.

Leutnant Gollmer fiel am Tag nach dem Angriff, der geprägt war von Angriffen und Gegenstößen. Er wurde um 2 Uhr 30 morgens durch Granatsplitter im Kopf und in der Brust tödlich verletzt.

In der Regimentsgeschichte ist sein Name nicht verzeichnet.

Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Romagne bestattet, später zum Freiburger Hauptfriedhof überführt. Vielen Dank an Thierry Ehret für die Bereitstellung von Informationen zu seinem Werdegang.

 

 

 

Höhe 304
Karte Einsatzgebiet 304

 

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