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Fähnrich Arnold Heinrich Oskar Witzel-Mannesmann

Fähnrich
Arnold Heinrich Oskar Witzel-Mannesmann
Fußartillerie-Regiment Encke (Magdeburgisches) Nr. 4
1./ Batterie
*21. August 1896  Bonn
+27. Oktober 1916 Deutsch-Eck

Oskar Witzel-Mannesmann, Sohn eines bekannten Chirurgen und Hochschullehrers, befand sich seit Ende Januar 1916 im, dem Regiment (I./ und III./ Bataillon.), zugewiesenen Einsatzgebiet für den geplanten Angriff auf Verdun. In der Mulde südöstlich Sivry-sur Meuse wurden Stellungen angelegt, um mit den Batterien auf den Haumont-Wald zu wirken.

Die 1./,  2./ und 4. Batterie allerdings, sollten auf dem linken Maasufer für die artilleristische Unterstützung des Angriffs sorgen. 1./ Batterie mit Fähnrich Witzel-Mannesmann bezog Stellung 600 m südwestlich Cuisy, um französische Batterien südlich Höhe 304 zu bekämpfen. Sie griff bis Juni erfolgreich in die Kämpfe um Toter Mann und Höhe 304 ein. Am 15. Juni wurde das I./ Bataillon verladen und auf dem Ostufer eingesetzt. Feuerstellungen fanden sich am Südrand des Herbebois mit Wirkung gegen Fort Souville und Umgebung. Im Juli erneuter Stellungswechsel in den Bereich nordöstlich Zwischenwerk Hardaumont. Hier wurde Witzel-Mannesmann verwundet.

Die ersten Zweidrittel des Oktober verliefen beim 1. Bataillon verhältnißmäßig ruhig. Mit Rücksicht auf die allgemeine Lage wurde an Munition gespart und besonders in der ersten Dekade selten über 100 Schuß täglich bei jeder Batterie abgegeben. Auch das feindliche Feuer war anfangs mäßig, wenn auch die Franzosen jetzt starke Kaliber zeigten, so am 11., als sie 28- und 30-cm Granaten gegen uns verschossen, von denen indes viele blind gingen. Gleichwohl blieben Verluste, auch an Gerät nicht aus. Vom 20. ab verstärkte sich das gegnerische Feuer und am 24. wurden unsere Artilleriestellungen vergast. Das trotzdem abgegebene Sperrfeuer konnte leider den Feind nicht verhindern, Dorf und Fort Douaumont, Cailette-, Chapitre-, Fumin- und Bergwald zu nehmen.  Nur der Angriff gegen Vaux wurde abgeschlagen, auch Hardaumont gehalten. Der Geländeverlust zwang das Bataillon zu einem am 25. und 26. ausgeführten Stellungswechsel rückwärts, zuerst in die Gegend südlich Ornes, dann für die 1./ Batterie südwestlich. Da die Pferde teilweise an die unbespannten Batterien abgegeben werden mußten, konnte der Stellungswechsel nur allmählich vor sich gehen. Das Bataillon hatte in diesem Monat 8 Tote.

Deutsch-Eck
Feldlazarett Deutsch-Eck

Einer davon war Fähnrich Witzel Mannesmann. Er verstarb nach Verwundung im Feldlazarett 7 bei  Deutsch-Eck, einer Straßenkreuzung und Eisenbahnknotenpunkt südwestlich von Mangiennes.

Die Leiche wurde überführt und auf dem Südfriedhof Bonn beerdigt.

Witzel-Mannesmann
Grabstätte der Familie Witzel-Mannesmann
Witzel-Mannesmann

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