Tagebuch Kuhlmann Blatt 14/15

Blatt 14 (Anm. d. Verfasser: 1914)

26.9. 5.00 Uhr besetzen wir die alte Stellung. Es herrscht auf der ganzen Linie ein heftiger Inft u Artilleriekampf. Gegen Mittag erhalten wir heftiges Artilleriefeuer. Wir gehen 1 km zurück. Wir beziehen hierselbst Notquartier.
27.9. Die ganze Nacht herrscht ein heftiger Inft Kampf auf der ganzen Linie. 5.30 Uhr besetzen wir unsere alte Stellung. Wir verschanzen uns zum Schutze gegen Sicht (Flieger). Wir erhalten Artilleriefeuer. Die Kompanien bleiben in der Nacht in den Schützengräben. RgmtStab Notquartier.
28.9. 5.30 Uhr müssen die Kompanien Kaffee empfangen. Die Nacht verläuft ziemlich ruhig. Wir beziehen des nachts die alten Quartiere.

29.9. Tag verläuft ruhig.
30.9. Unser Fesselballon beobachtet die Franzosen beim Schanzen. Gegen Abend richtet unsere schwere Brandartillerie? ihr Feuer auf <?> wodurch die Franzosen schwere Verluste erleiden.

 

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1.10. In der Nacht greifen unsere Truppen an. Die Franzosen werden zurück geschlagen. Über Tag wütet ein heftiger Kampf. Feind hat sich schwer verschanzt im Wald Drahtverhaue angelegt, wodurch unser Angriff sehr sehr erschwert wird. Unsere Truppen schanzen westlich von Hattencourt
2.10. Kleinere feindliche Angriffe, welche zurück geschlagen werden. Gegen 9 Uhr Abends erhalten wir heftiges Inf u Artilleriefeuer, welches 6 Stunden dauert. < Randtext ? Stellungswechsel>
3.10. Tag verläuft ruhig. Gegen 11 Uhr Abends heftiges feindliches Feuer, wie am Abend zuvor (Es ist anzunehmen, daß Verrat durch Zivil erfolgt).
4.10. Gegen Mittag erhalten wir heftiges Artilleriefeuer, welches bis zum Abend anhält. Gegen Abend kommt der Befehl, daß in der Nacht Zickzackgräben ausgehoben werden sollen zu der französischen Stellung. Pioniere werden zum Schanzen herangezogen.
5.10. Wir erhalten wieder Artilleriefeuer. 2 Uhr mittags kommt der Befehl: die 21. I.D. wird abends 8 Uhr zwecks anderweitiger Verwendung zurück gezogen. Wir beziehen Notquartier in Fonches.
6.10. Morgens 2.30 Uhr antreten zum Durchbruch der feindlichen Linie. 8 Uhr stoßen wir auf feindliche Infanterie, welche sich stark verschanzt hat. Gegen 10 Uhr zieht sich der Feind zurück in das Dorf. Das Feuer unserer Artillerie hat guten

 

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