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Verdun - In der Stadt

Das Weltfriedenszentrum

Im Schatten der Kathedrale Notre Dame befindet sich der ehemalige Bischofspalast (Palace Episcopal), dessen Bau 1724 nach einem Entwurf vom Pariser Baumeister Robert de Cotte begonnen wurde.
Die Namen der residierenden Bischöfe lassen sich im Eingangsbereich des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes, betrachten.
Seit 1994 beherbergt es innerhalb seiner Mauern das „Centre Mondial de la Paix”, besser bekannt als „Weltfriedenszentrum”. Hier soll es dem Besucher möglich sein, sich mit Krieg, Frieden, Versöhnung, Freiheit und den Menschenrechten auseinander zu setzen.

Es können Ausstellungen zu verschiedenen Themenbereichen, Seminare besucht, sowie Konferenz- und Klassenräume genutzt werden. Der Schwerpunkt wird hier auf Aufklärung der Jugend gelegt, gerne arbeitet das Zentrum mit Schulklassen und Teilnehmern von Bildungsfahrten zuammen.
Zum 90. Jahrestag der Schlacht wurden vor dem Weltfriedenszentrum 2 Skulpturen eingeweiht und der Palast selbst, als neues Teilstück in die „Straße des Friedens” aufgenommen.

Öffnungszeiten des Weltfriedenszentrum:

Täglich: 09:30 – 12:00 / 14:00-18:00, montags geschlossen

Innenhof des Weltfriedenszentrum
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Verdun - In der Stadt

Kathedrale Notre-Dame de Verdun

Auf den Ruinen des alten römischen Castrums „Virodunum” errichteten ab 457 n. Chr. die ansässigen Siedler das erste Gotteshaus. Auch der heutige Monumentalbau mit romanischen Einflüssen, dessen Bau ca. 990 n. Chr. begonnen wurde, befindet sich an dieser Stelle und wacht über die Stadt. Im Laufe der Jahrhunderte wurden weitere Anbauten wie die Krypta und Portale angefügt, sowie spätgotische Elemente hinzugefügt. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1755 existieren bis heute nur noch zwei der ehemaligen vier Türme.

Zahlreichen Beschuß und dadurch resultierende Beschädigungen musste die Kathedrale in den Jahren 1914-1918 über sich ergehen lassen.
Historische Quellen beschreiben, dass die erste Granate am 21. Februar 1916 gegen 8 Uhr 15 das südöstliche Querschiff streifte und zwischen Kathedrale und Palast einschlug.

Kathedrale
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Verdun - In der Stadt

Das Siegesdenkmal

Mitten im Herzen der Stadt an der Rue Mazel gelegen, befindet sich das Siegesdenkmal, welches in die Mauer der alten Stadtbefestigung integriert wurde. Dieses Monument wurde im Juni 1929 eingeweiht. Es zeigt einen fränkischen Ritter auf dein Schwert gestützt, den Blick streng nach Osten Richtung Deutschland gewandt. Das Denkmal bildet in der Stadt einen zentralen Punkt des Gedenkens an die Schlacht. Somit entwickelte sich bereits früh der Gedenktourismus an den Ersten Weltkrieg in der Stadt Verdun, die wie keine andere Stadt Frankreichs davon profitiert.

Siegesdenkmal
Siegesdenkmal

73 Stufen führen an den eigentlichen Sockel des 30 m hohen, von russischen Beute-Kanonen flankierten Denkmals. Durch den dortigen Eingangsbereich betritt man die Krypta, in der das „Goldene Buch” ausliegt. In diesem Buch sind alle Namen der vor Verdun Gefallenen und der mit Medaillen geehrten Poilus verzeichnet. „Poilus“ wurden die französischen Soldaten im Ersten Weltkrieg genannt. Auch in der heutigen Zeit werden immer wieder Namen nachgetragen.

Siegesdenkmal
Siegesdenkmal

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Argonnen

Die Touristeninformation Maison du Pays d’Argonne

Die Touristeninformation Maison du Pays d’Argonne in Vienne-le-Château befindet sich in Kombination mit einem kleinen Museum. Einige Informationstafeln erläutern die Kämpfe in den Nordargonnen. Hierzu werden verschiedene Ausstellungsstücke aus dem Bois de la Gruerie und aus der Feste Kronprinz gezeigt, unter anderem ist das Bett und der Schreibtisch des späteren Generalfeldmarschall Erwin Rommel zu sehen. Rommel diente als junger Infanterie-Offizier 1914/1915 beim Infanterie-Regiment 124 aus Weingarten in den Argonnen.

Bitte melden sie sich zum Besuch des Museums einfach in der Touristeninformation im Erdgeschoß.

Der Besuch ist kostenlos.

Touristeninformation

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Argonnen

Der Kaisertunnel

Nach den beiden deutschen Großangriffen vom Juli und September 1915 beherrschten die deutschen Truppen den Sattel der Höhe La Fille Morte. Die Höhe 285 blieb dagegen im Besitz der französischen Truppen.   Die französischen Beobachter erhielten von dort aus einen tiefen Einblick in die Täler und Schluchten westlich dieser Höhe. Um sich den Blicken der Franzosen auch bei Tage zu entziehen, gruben die deutschen Truppen mehrere Verbindungstunnel unter den Höhen und Schluchten hindurch. Einer von ihnen war der Kaisertunnel.

Der Einbau der Küchen wurde schon im März 1916 begonnen und war Anfang April beendet. Später kamen eine Zisterne, ein Sanitätsraum und ein Generatorraum hinzu. Die Generatoren versorgten die Minenkriegsanlage mit Strom für Ventilatoren und Beleuchtung.
(Anm. : Ob es sich nur um einen Sanitätsraum oder ein Materiallager für den Verbandsplatz handelte, steht nicht fest. Jedenfalls ist in den Plänen der Bayer. Vermessungsabteilung 15 im Nordgrund-Lager ein Verbandsplatz eingezeichnet.)

Für Material-, Truppen- und Verwundetentransporte bauten die deutschen Truppen mit Hilfe zweier Eisenbahn-Betriebskompanien ein Feldbahnnetz, auch Argonnenbahn genannt, auf. Dieses reichte mit einem seiner Endpunkte bis zum Lager Nordgrund. Von hier aus führte die Strecke über den Meurissons-Grund, Bahnhof Römerlager, Bahnhof Esebeck-Platz zum Lager Borrieswalde zum Hauptverbandsplatz.

Kaisertunnel

Der Kaisertunnel wurde in den ersten Monaten des Jahres 1916 vom 9. lothringischen Infanterie-Regiment Nr. 173 (St. Avold, Metz) gegraben. Vom Südgrund aus nach Norden war, unter der Kronprinzenhöhe hindurch, bis zum Nordgrund (auch Jägerschlucht genannt) ein über 300 m langer bergmännisch gebauter Tunnel, der Kaiser-Tunnel, gegraben worden. Das Bild zeigt einen noch provisorisch ausgebauten Seitenausgang.

Im Januar 1918 berichten die Pioniere vom württembergischen Pionier-Bataillon 402 vom Ausfall der Generatoren mangels Ersatzteilen und Kabeln. Der Strom wird zunächst vom Lager Lehmannschlucht und später von der Kraftzentrale im Meurissonsgrund bezogen.

Kaisertunnel
Frühes Bild des Kaisertunnels

Des weiteren wurde ein Verbindung zur 2. Linie geschaffen – der Bataillons-Tunnel. Somit war es möglich vor den französischen Beobachtern auf der Höhe 285 unbeobachtet, durch den Siebenschläfer-Graben kommend, zunächst durch den Ortliebtunnel in den Nordgrund hinabzusteigen und im Anschluß durch den Kaisertunnel und Bataillonstunnel über eine Strecke von 400 m sich völlig unsichtbar zu bewegen. Dies war jedoch nur für Personen möglich. Für größere Materialtransporte war der Ortlieb- und Bataillonstunnel nicht breit genug.

Kaisertunnel
Spätere Aufnahme des Eingangs
Aktuelle Situation des Kaisertunnel:

Der Kaisertunnel ist für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Im Rahmen der Vorbereitung für die 100-Jahr Feier des Ersten Weltkriegs wurde der Kaisertunnel wegen maroder Eingänge im Dezember 2012 geschlossen. Ein neues Sicherheitskonzept erwies sich als zu teuer, so dass die dringend erforderlichen Restaurationsarbeiten an beiden Eingängen und der Beleuchtung nicht durchgeführt werden konnten.

Die Kronprinzenhöhe 2022 – nach Holzarbeiten

Zur weiteren Nutzung des Museums kann ebenfalls nichts Neues gesagt werden.

Der Stein, den die deutschen Erbauer auf dem Nordausgang platzierten, wurde von den Les Amis de Vauquois im Juni 2014, nach Genehmigung der Behörden, zum Schutz vor Diebstahl abmontiert und in das Minenkriegsmuseum auf Vauquois gebracht.

Kaisertunnel
Abschlussstein des Kaisertunnels im Museum Vauquois

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Argonnen

Höhe 285 / Haute Chevauchée

Nach dem Angriff vom Juli 1915 bildete sich auf dem Kamm der Höhe 285, die französische Ortsbezeichnung lautet La Haute Chevauchée,  eine neue Kampflinie, die sehr bald vom unterirdischen Minenkrieg geprägt wurde. Diese Minensprengungen dienten primär zum Schlagen von Breschen in die gegnerische Linie, um die Wahrscheinlichkeit des Gelingens von Infanterieangriffen zu erhöhen.

 Am Parkplatz aus sehen Sie bereits die Informationstafeln, hinter denen der historische Lehrpfad zu den Argonnenkämpfen beginnt.

H285
Graben bei Höhe 285
H285
Sprengkammer bei Höhe 285

Nach wenigen Schritten gelangen Sie zunächst zum Denkmal für die Toten der französischen Armee und ihrer Verbündeten, indem sich auch ein kleines Gebeinhaus befindet. Auf den Seitenwänden und der Rückwand des Denkmals sind die jeweiligen französischen, amerikanischen, italienischen und tschechoslowakischen Einheiten die in den Argonnen gekämpft haben, aufgeführt. Das Denkmal wurde 1923 eingeweiht. Alle 2 Jahre findet am ersten Sonntag im Juli eine Gedenkfeier für die Gefallenen in den Argonnen statt. Sie wird vom Comité Commémoratif de L’Argonne ausgerichtet.

Dahinter liegt der Sprengtrichter vom 12. Dezember 1916, der durch eine unterirdische deutsche Sprengung mit 52500 kg Sprengstoff entstand. Dieses war zugleich die größte Sprengung an der Westfront im Ersten Weltkrieg. Auf der gegenüberliegenden Seite steht ein Hochkreuz für die Gefallenen in den Argonnen. Dieses wurde 1971 von der 4./Panzerbataillon 144 aus Koblenz zusammen mit französischen Pionieren errichtet.

Hinter dem Hochkreuz führt ein kleiner Pfad weiter auf den historischen Lehrpfad der Höhe 285. Die Gesamtdauer des Lehrpfades beträgt etwa 30 Minuten. Er führt sie durch zahlreiche Schützengräben bis zum Eingang des Kaisertunnels im Südgrund.

In den rückwärtigen Schluchten entstanden an den steilen Hängen zahlreiche Lagerbereiche, deren Spuren heute noch gut sichtbar sind.

Argonnen 285
Unterstände bei Höhe 285

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Verdun - Östlich der Maas

Denkmal der Jüdischen Soldaten Frankreichs

Das Denkmal der gefallenen Jüdischen Soldaten Frankreichs befindet sich unmittelbar östlich neben dem National-Friedhof des Beinhauses. Ein Offizier der Wehrmacht rettete dieses während der deutschen Besatzungszeit. Er ließ es durch die Kreiskommandantur mit Brettern verkleiden und Material davor lagern. Dadurch war das Denkmal nicht mehr zu sehen. Wahrscheinlich handelte es sich um Hauptmann Wunderlich, Adjutant des Kreis-Kommandanten. Er hatte während des Ersten Weltkriegs 1917 auf Höhe 304 gekämpft.

Denkmal der gefallenen Jüdischen Soldaten Frankreichs

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Argonnen Damals und heute

Das Denkmal von Montfaucon en Argonne

Das auf einem Hügel gelegene Dorf Montfaucon wurde schon im September 1914 von den Deutschen besetzt und zu einem der bekanntesten Beobachtungsstände der ganzen Front vor Verdun ausgebaut.

Montfaucon
Am Horizont – Der Hügel von Montfaucon, rechts der Cheppy-Wald

Von dieser Höhe aus reichte der Horizont von den Argonnen bis zu den Maashöhen bei Douaumont.

In den Ruinen des Dorfes wurden Beobachtungsstände für die Artillerie eingebaut. 1918 wurden die Stellungen auf dem Hügel im Rahmen der Umgliederung zur Vorfeld Taktik, zur zweiten Linie bzw. Etzel-Stellung umgeordnet. Die Höhe von Montfaucon wurde somit zum wichtigen Bindeglied zwischen den Argonnen und den westlichen Maashöhen.

Montfaucon
Kronprinz-Periskop in Montfaucon
Montfaucon
Montfaucon

Am 26. September 1918 unternahm die amerikanische 79. US Infanterie-Division einen Angriff auf die Höhe von Montfaucon. Da es zuvor den amerikanischen Einheiten nicht gelang die Artillerie nachzuziehen, stürmten die unerfahrenen US-Truppen ohne Artillerie Unterstützung gegen zwar abgekämpfte, jedoch im Stellungskrieg sehr erfahrene deutsche Truppen der 117. Infanterie Division an. Die MG-Bunker auf der Höhe wehrten alle Angriffe ab und so musste der Angriff zunächst eingestellt werden.

1937 wurde hier ein imposantes amerikanisches Denkmal durch die American Battle Monuments Comission errichtet. Dabei wurden unter den Trümmern des Dorfes Überreste einer mittelalterlichen Siedlung gefunden. Das Denkmal, knapp 60 m hoch, in Form einer dorischen Säule zeigt eine Freiheitsstatue. Es ist das größte amerikanische Denkmal in Europa. Von hier aus hat man bei klarer Sicht einen fantastischen Rundblick über die ganze Gegend. Im Winter ist der Turm nicht zugänglich. Im Norden sieht man von den Romagne-Höhen bis nach Dun-sur-Meuse, im Westen von Vauquois bis zu den Nord-Argonnen, im Süden von Höhe 304 bis zum Cheppy-Wald und im Osten vom Wald von Brieulles bis zum Douaumont.

Hinter dem Denkmal führt ein kleiner Pfad in die Ruinen des ehemaligen Dorfes. Die große Ruine der Kirche steht eindrucksvoll auf dem höchsten Punkt des Hügels. Überall um die Kirchenruine herum, finden sich mehrere Beton-Beobachter für die Artillerie.

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Woëvre Ebene

Die „Langer Max“ Stellung bei Loison

Im Nordosten der historischen Stadt Verdun liegen zwei weitere interessante Sehenswürdigkeiten, lohnenswert für eine Besichtigung. Zum einen ist es die betonierte Artilleriestellung des 38 cm Geschützes „Langer Max” im Wald von Warphemont und zum anderen das Camp Marguerre im nahen Bereich von Loison. Beide Besichtigungspunkte liegen nahe Spincourt und sind größtenteils ausgeschildert und touristisch erschlossen.

Langer Max
Unbekannter Ort der Geschützsstellung

Der „Lange Max“ war eine 38 cm Schiffskanone, die auch von einer Eisenbahnlafette aus eingesetzt werden konnte. Es war möglich, dass Geschütz auf ein Nebengleis zu transportieren, um von dort aus ein paar Schüsse abzugeben. Normalerweise wurde es aber auf einer festen Bettung eingesetzt. Dazu hob man ein großes Loch für den Unterbau (Bettungsschießgerüst) aus, errichtete dieses mit Stahl und Beton, schob das Geschütz auf Gleisen über den Unterbau und befestigte das Geschütz auf diesem. Diese Vorbereitungen dauerten natürlich viele Wochen, so dass die „Langer Max Geschütze“ weit hinter den Linien in Stellung gebracht wurden.

Wozu wurden jedoch diese riesigen Geschütze eingesetzt? Die Notwenigkeit zur Entwicklung von Langrohrgeschützen (von 17 cm an aufwärts) ergab sich, als der Stellungskrieg an der Westfront immer größere Schußweiten verlangte. Die ersten Geschütze wurden aus Dringlichkeit aus den Beständen der Marine entnommen. Die Marinekanonen waren aber in ihren Schiffslafetten an Land nicht verwendbar. Ein geeigneter Unterbau musste deshalb neu gefertigt werden. Die Bewegungsfähigkeit war dementsprechend gering. Vollbahnwagen brachten sie bis in die Stellung, deren Herrichtung mehrere Wochen brauchte. Diese Vorbereitungen und die hohen Aufzüge der Geschütze erschwerten es, die Stellungen vor Fliegersicht zu schützen. Beim Schießen erschwerte die starke Feuer- und Raucherscheinung, sowie der über 10 km hörbare trompetenartige Knall, die Tarnung.
Auch Scheinstellungen, starkes Einnebeln und gleichzeitiges Mitfeuern von Nachbarbatterien brachten nicht den gewünschten Erfolg. Wurde die Stellung jedoch erkannt, begann das planmäßige feindliche Vernichtungsfeuer. Nur beschleunigtes Räumen der Stellung konnte das kostbare Material und die Truppe noch retten.

Die Munition bestand zunächst aus den von der Marine übernommenen Sprengranaten. Auch hier gab es rasch Weiterentwicklungen. Den Sprenggranaten wurden Hauben aufgeschraubt, mit denen sie den Luftwiderstand besser überwanden und eine um 8 km größere Schussweite erzielten.

Die hier gezeigte Stellung bestand aus dem Unterstand der Feuerleitung, den Munitionstunneln, Geschützstand und dem Gleisanschluss.

Insgesamt gab es 16 Exemplare des 38cm „Langer Max“ Geschützes.

Standorte der 38 cm Geschütze „Langer Max“ 1915 – 1917
StellungZiel
Bois de Muzeray Verdun
Ferme Sorel Verdun
Bois de Warphemont Verdun
SemideSt. Menehould, St. Hilaire
Predikboom (Belgien) Dünkirchen, Bergues
Santes Béthune, Bruay en Artois
Coucy Compiègne, Fismes, Villers Coterets
Saint Hilaire le Petit Chalons sur Marne, Suippes, Sainte Ménehould
Hampont Nancy, Dombasle, Lunéville
Zillesheim Belfort, Wesserling

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Woëvre Ebene

Camp Marguerre

Im Nordosten der historischen Stadt Verdun liegen zwei weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Sie sind sehr lohnenswert für eine Besichtigung. Zum einen ist es die betonierte Artilleriestellung des 38 cm Geschützes „Langer Max” im Wald von Warphemont und zum anderen das Lager Marguerre im nahen Bereich von Loison. Eine detaillierte Wegbeschreibung erfolgt in den einzelnen Beschreibungen. Beide Besichtigungspunkte liegen nahe Spincourt und sind größtenteils ausgeschildert und touristisch erschlossen.

In der Etappe bei Verdun:

Das Camp Marguerre gehört zum Etappenabschnitt und liegt mehr als 10 km hinter der Front oder der vordersten Linie. In der Etappe leben und arbeiten die Soldaten, sie ruhen sich aus zwischen ihren Einsätzen an der Front. Hier haben sie feste Unterkünfte und nutzen die Ruhe zur weiteren Ausbildung oder zur Auffrischung der Truppenstärke mit Ersatz. In der Etappe wird Verpflegung und Munition bereitgestellt und große Materiallager angelegt. Das Camp Marguerre ist eines der vielen Lager im Etappenabschnitt. Hier gibt es Material- und Munitionslager, Unterkunftslager, Feldbahnhöfe und Abschnitte für die schwere Artillerie.

Das Lager Marguerre errichtet 1915, benannt nach seinem Erbauer Major Hans Marguerre von der Spezialabteilung „Beton Fabrik“ der 5. Armee, erfüllte mehrere Zwecke. Zum einen diente es als verkehrstechnisch leicht zu erreichender Knotenpunkt zwischen Front und Etappe, zum anderen als Material- und Erprobungslager. Das Hauptaugenmerk wurde hier auf Studien in der Produktion von Beton- und Stahlbeton, sowie in der Anlegung verschiedener Schutzbauten durch die Truppe gelegt.

Das Lager Marguerre oder im Soldaten-Jargon scherzhaft „Negerdorf” genannt, zeichnet sich durch seine vielseitigen Bauwerke aus.

Zum Entwickeln neuer Bauarten und Formen wurden dort zahlreiche Objekte vom Beton-Blockhaus über betonnierte Unterstände, bis hin zu Wohnhäusern und Truppen-Kasinos errichtet. Für den ständigen Vorrat von Baustoffen wurde eigens ein dafür vorgesehenes Beton-Werk im Lager erbaut.

Die unterschiedlichen Bauten sind heute bequem über einen Besichtigungspfad zu erreichen und zahlreiche Schautafeln informieren über deren unterschiedliche Zwecke.

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