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Hauptmann Erich Lonchant

Hauptmann
Erich Lonchant

Geboren am 19. Oktober 1879 in St. Avold /Lothringen
Gefallen 08. September 1915 im Argonnerwald

9./ Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 173

Hauptmann Erich Lonchant

Lonchant, fiel als Kompanieführer im II. Bataillon bei der Erstürmung des Maria-Theresia-Werkes am 08. September 1915. Er war einer von 113 Toten und Verwundeten seines Bataillons an diesem Tage (Verlustliste 718/9169 vom 4. Oktober 1915).

Hauptmann Lonchant
Hauptmann Lonchant, dritter von links mit Flasche

Auszug aus der Regimentsgeschichte des Infanterie-Regimentes 173:

„Sobald die erste Sturmwelle aus dem Graben gesprungen ist, erklimmt Hauptmann Lonchant eine Sturmleiter, um das Vorstürmen seiner Leute zu beobachten.
Nur eine Sekunde ragt seine Brust über die Grabenwand heraus, da stürzt er schon mit einem Gewehrschuß im Herzen rücklings in die Arme des Vizefeldwebels d.R. Finke. „Ich habe mein Teil” sind seine letzten Worte, ehe er die Augen für immer schließt. Hatte er dies geahnt, fragten die Kameraden? Denn in den Ohren klang ihnen noch die Parodie „Ich gehe so gern über Bank vor. Wie Rosen glühen purpurrot die Wangen bei dem Sprung über Bank”, die er so häufig nach der Melodie eines Tangos zu seinem Grammophon gesungen hatte, weil er die im Argonnenkampfe ungewöhnliche Angriffsart über Bank nicht gutheißen konnte.“

Bilder aus der Kadettenzeit:

Erich Lonchant ruht heute auf dem Garnisonsfriedhof Berlin-Neukölln neben seiner Ehefrau.
Hoch zu Pferde
Badeanstalt des IR 173 in den Argonnen
Denkmal 173
Denkmal der 10./173 in Wuppertal auf dem Freudenberg

Wir danken Frau Wehrmann für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder von Erich Lonchant.