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Die Erinnerung an Hans Sievers auf dem Toten Mann

Im Sommer des Jahres 2025 entstand die Idee zwei leere Informationstafeln auf der Höhe Toter Mann wieder mit Leben zu füllen. Der Freundeskreis, der den Rundweg am Toten Mann in Ordnung hält, trug die Idee, eine Erinnerung an den Düsseldorfer Buchhändler Hans Sievers zu schaffen, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Forstbehörde (ONF) vor.
Stiftung und Forstbehörde erklärten sich mit der Idee einverstanden. Die Enkelin von Hans Sievers, Frau Pokladek, stimmte unserer Idee ebenfalls zu.

Hier finden sie mehr zu Hans Sievers und seinem Briefwechsel aus dem Ersten Weltkrieg

Für die zweite Tafel fanden wir mit Unterstützung der Stiftung Gebeinhaus (Ossuaire de Douaumont) einen französischen Gefallenen – René Bernard Cruège aus Marseille.

Im Frühjahr 2026 tauschten wir erste Entwürfe aus. Als Termin für die Einweihung legten wir den 19. April 2026 fest. Ein Tag zuvor brachten wir die neuen Erinnerungstafeln an. Das schöne Wetter an diesem Tag sorgte für eine herrliche Stimmung auf dieser mit Blut getränkten Erde. Wir nutzten die Gelegenheit und konnten Familie Pokladek zudem die Ausgangsstellungen im Rabenwald für den Angriff des Regiments 208 zeigen. Der Westfalengraben ist im Schutz des Waldes noch gut sichtbar.

Die Einweihung im April 2026 am Toten Mann

Der Freundeskreis und Familie Pokladek machten sich in der Früh des Sonntagmorgens auf den Weg zur Höhe Toter Mann. Dort trafen wir auf eine Abordnung der Stiftung Gebeinhaus (Ossuaire de Douaumont). Nach einer kurzen Ansprache über den Rundweg und den beiden neuen Erinnerungstafeln ging es los. Es erfolgte eine Erinnerung und Kranzniederlegung zur Einweihung der Tafel von René Bernard Cruège. Diese steht neben dem Denkmal der französischen 69. Division Infanterie auf der Südkuppe des Toten Mannes.

Cruege
Erinnerungstafel an René Bernard Cruège
Erinnerungstafel auf der Südkuppe

Anschließend ging es weiter zur Nordkuppe des Toten Mannes an den Schlesischen Graben. Unweit der Nordkuppe fiel Hans Sievers am 23. Mai 1916, als sein Regiment (Reserve-Infanterie-Regiment 208) den Versuch unternahm, die Kuppe des Toten Mannes zu nehmen.

Zum Gedenken an Hans Sievers verlasen die Anwesenden im Wechsel seine letzten Feldpostbriefe aus und in die Heimat. Dann folgte auch hier eine Kranzniederlegung zum Gedenken an alle auf dem Toten Mann gefallenen Soldaten.

Anm.: Die Erinnerungstafel an Hans Sievers befindet sich am Weg von der Nordkuppe zum Forgesbach, wo dieser den Rundweg (Schlesischer Graben) kreuzt.

Erinnerungstafel an Hans Sievers
Erinnerungstafel auf der Nordkuppe

Die Stiftung Gebeinhaus (Ossuaire de Douaumont) ermöglichte es zudem, die Namen der beiden, auf dem Schlachtfeld von Verdun Vermissten, im Gebeinhaus als Gravur zu verewigen.
Wir verlegten zur Einweihung der Gravuren zum Gebeinhaus nach Verdun. Mit dem Abspielen der beiden Nationalhymnen und dem Entzünden der Ewigen Flamme fand der Tag ein würdiges Ende.

Die Gravuren im Gebeinhaus

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