Der Bau der Zitadelle begann schon 1554, erstreckte sich aber über mehrere Jahrhunderte bis zu seiner Fertigstellung. Der Festungsbaumeister Vauban (1633 – 1707), gestaltete den Bau weiter und noch Mitte des 19. Jahrhunderts arbeitete man nach seinen Plänen.
Nach dem die Preußische Besatzungsmacht 1873 die Zitadelle verließ, wurden die Arbeiten, allerdings unterirdisch, zur Verstärkung weiter fortgesetzt. In den Jahren 1890 und 1893 wurden unter Kommandant Guinot ca. 7 km unterirdische Gänge angelegt. 1914 wurden 4 Horchstollen angelegt und mit dem Stollensystem verbunden. Im dritten Kriegsjahr wurden Bäckereien geschaffen, Telefonzentralen, Lagerräume, Aufenthaltsräume und vieles mehr eingerichtet, um das Leben und Arbeiten zu erleichtern. Nun war Platz für mehrere tausend Menschen, unterschiedliche Quellen sprechen von 5000 – 10000 Personen.
1916 wird in ihren Gewölben die Stadt mit der Aufnahme in die Ehrenlegion ausgezeichnet und ihr das Kriegsverdienstkreuz verliehen. Im November 1920 wählte man dort den Leichnam eines vor Verdun Gefallenen aus, der nun seinen Platz als „Unbekannter Soldat“ unter dem Arc de Triumph gefunden hat.

Eingang zur Zitadelle
Heute dient ein Teil der Zitadelle als Museum, im Rahmen einer Rundfahrt werden dem Besucher dort 15 Szenen aus dem Leben im Ersten Weltkrieg audiovisuell dargestellt. Ein Weg durch den Park der Marschälle der die Zitadelle umgibt, führt an den hohen Umwallungen der Befestigung vorbei und wird flankiert von 16 Statuen französischer Marschälle aus der Zeit Napoleons I. bis zum Ersten Weltkrieg.

Park der Marschälle
Öffnungszeiten:
Februar und Dezember 10:00 – 12:00 / 14:00 – 17:00 Uhr
März, Oktober und November 09:30 – 17:30 Uhr
April bis Juni und September 09:00 – 18:00 Uhr
Juli und August 09:00 – 19:00 Uhr
Gruppen sollten auf jeden Fall reservieren
Webseite der Zitadelle
Tél. : +33 3 29 83 44 28
Außerhalb dieser Zeiten ist die Zitadelle geschlossen.