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Im Mai verstärkten die Deutschen ihre Operationen auf
dem linken Maasufer, wo ihnen die Höhe Toter Mann im
Wege stand. Ihre Front nach Westen ausdehnend, griffen sie
die Höhe 304, einen festen Stützpunkt und wertvollen
Beobachtungsposten, an. Am 21. Mai glückte der Sturmangriff
des thüringischen Infanterie Regimentes 96 (Gera). An
den folgenden Tagen scheiterten weitere deutsche Angriffe
an der Wachsamkeit der französischen Grabenbesatzung
und sorgten für hohe Verluste. Ein Monat blutiger Kämpfe
folgte und brachte den Deutschen nur den Gewinn des Gipfels
des Toten Mannes und der Nordhänge der Höhe 304
ein.
Um das linke Maasufer zu entlasten, griff am 22. Mai die 5.
französische Infanterie Division auf dem rechten Maasufer
in Richtung Douaumont an. Nur der Angriff im Zentrum gelang,
aber die Deutschen leisteten im Innern des Forts Widerstand
(Grenadier Regiment 12, Frankfurt / Oder und Infanterie Regiment
20, Wittenberg); ihre zahlreichen Reserven, darunter das I.
bayrische Armeekorps , warfen die Angreifer am 24. Mai wieder
aus dem Fort.
Der Kampf setzte sich ohne Stillstand fort. Die Deutschen,
die die Vorbereitungen zur französisch – englischen
Offensive an der Somme beunruhigten, wollten die Operationen
in Verdun zu Ende bringen.
Die Deutschen, die im April
das Dorf Vaux gestürmt hatten, wandten sich nun unter Einsatz
aller Kräfte gegen das gleichnamige Fort. Am 02. Juni erreichte
das Infanterie Regiment 53 (Köln) und Teile des Pionier Bataillons
20 (Metz) die oberen Anlagen, die Besatzung ergab sich 5 Tage
später. Gleichzeitig gingen sie von dem Fort Douaumont gegen
das Werk Kalte Erde vor.
Am 09. Juni wurde die Thiaumont – Ferme vom bayrischen Infanterie
Regiment 20 (Kempten) genommen, das Werk Thiaumont hielt den Angriffen
der bayrischen Jäger stand.
Auf dem linken Maasufer nahmen die Deutschen ihre Angriffe wieder
auf. Am 31. Mai erreichten sie, die Höhe Toter Mann umgehend,
den Bahnhof Chattancourt, ein Gegenangriff warf sie bis zum Ort
Cumières zurück. Den Deutschen gelingt es die Höhe
304 zu besetzen, allerdings blieben die Südhänge in
den Händen der Franzosen. Die Deutschen waren noch weit vom
Festungswerk Bourrus – Wald entfernt, der letzten Riegelstellung
vor Verdun.
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Auf dem rechten Maasufer dagegen, wo sie im Besitz der beiden
Forts Douaumont und Vaux waren, versuchten sie zum Fort Souville
vorzustoßen und Einblick in die Mulde von Verdun zu
bekommen.
Am 08. Mai ereignete sich im Fort Douaumont eine Katastrophe.
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kam
es zu zwei folgenschweren Explosionen. Die zusätzlich
durch die Enge der Gänge verstärkte Explosionswirkung
forderte eine große Zahl an Opfern. Einige Einheiten
verloren ihre Bataillons- und Regimentsstäbe die im Fort
lagen. Die bald eintreffenden Rettungstrupps bargen den größten
Teil der Toten und bestatteten sie in den Frontwallkasematten.
Es waren 679 Männer, überwiegend Brandenburger.
Am 23. Juni brachen bayerische Regimenter auf der Front Thiaumont
– Fleury – Vaux los. Das Werk Thiaumont wurde genommen,
die Angriffswellen stießen bis zum Werk Kalte Erde vor,
aber ein Gegenangriff säuberte die Hochebene bis Thiaumont.
Im Zentrum des Angriffs stießen die Truppen an Fleury vorbei,
scheiterten aber vor dem Fort Souville.
Trotz aller Teilerfolge hatten die Deutschen ihr Ziel nicht erreicht.
Nun nahm die französisch britische Somme - Offensive ihre
Verstärkungen in Anspruch. Sie begann am 01. Juli nach fünf
Tagen Dauerbeschuß mit dem Angriff von 31 britischen und
französischen Divisionen. An diesem Tag verloren die britischen
Truppen in der Sommeschlacht ca. 60.000 Mann, darunter rund 20.000
Gefallene. Der höchste englische Tagesverlust in der britischen
Kriegsgeschichte.
Am 11. Juli verkürzten die Deutschen ihre Angriffsfront auf
die Linie Fleury – Damloup. Sie setzten 40.000 Mann zum
Sturm ein. Westlich von Fleury vorbei stoßend, gelangen
sie bis zum Fort Souville und wurden dort zurückgeworfen.
Der Kampf ging jedoch hartnäckig bis Mitte August weiter;
es handelte sich in der Hauptsache um das Werk Thiaumont, das
mehrfach hart umkämpft war, um das Dorf Fleury, das nach
mehrfachen Versuchen am 18. August von den Franzosen wiedererobert
wurde und um die Wälder südlich Fort Vaux , durch welche
das Fort entlastet werden sollte.
Weiter mit Französische
Gegenoffensiven
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