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Die
Geschichte des Minenkrieges |
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Der Minenkrieg ist keine Erfindung der Neuzeit.
Schon in der Antike erkannten die Griechen die Möglichkeit
des Minenkrieges.
Bei der Belagerung von Platää (429 – 427 v. Chr.)
bauten die Verteidiger einen Tunnel unter der Stadtmauer hindurch.
Durch ihn sollte der von der Belagerern angelegte Wall, zur Erstürmung
der Stadtmauer, zum Einsturz gebracht werden.
Die römischen Truppen erlitten während des Gallischen
Krieges (52 v. Chr.) große Verluste bei der Belagerung von
Avaricum. Die Gallier, die zahlreiche Bergarbeiter in ihren Reihen
hatten, graben einige Tunnel, die sie mit Holz und Pech anfüllen
und anzünden, um die Belagerungstürme zum Einsturz zu
bringen. Im Mittelalter wurde diese Art der Kriegsführung häufiger
angewendet.
Im Ersten Weltkrieg griff man die Ideen aus der Antike auf und und
begann sich zu unterminieren, da die oberirdischen Kampfhandlungen
beiderseits keinen Erfolg versprachen. Dabei wurden die Pioniere
durch erfahrene Soldaten mit Bergbauerfahrung unterstützt.
Die primäre Aufgabe des Minenangriffs war die Vorbereitung
eines Infanterieangriffs durch Sprengen einer Bresche in die feindliche
Stellung.
Daraus entstand ein wahrer Krieg unter der Erde, mit dem Ziel die
gegnerischen Stellungen nach dem Untergraben mit Unmengen von Sprengstoff
zu sprengen. Den frischen Trichter versuchte man sofort zu besetzen
und Gelände zu gewinnen. Die Stoßwellen der Trichtersprengung
brachten Kampfstollen, Unterstände und Gräben zum Einsturz.
Um dies zu verhindern legten beide Parteien Gegen- und Lauschstollen
an. Hörte der Gegner auf zu graben , so wußte man, daß
eine Sprengung unmittelbar bevorstand. Oft versuchte man dieser
durch eine eigene Sprengung zuvorzukommen oder zumindest durch kleinere
Quetschsprengungen die gegnerische Arbeitsgruppe zu vernichten.
So entstand ab 1915 ein regelrechter Krieg unter der Erde, in immer
größerer Tiefe und entsprechend mit immer größeren
Sprengladungen. Die größte Sprengung auf Vauquois war
eine Deutsche mit 60 000 kg Westfalit am 14. Mai 1916.
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Der Minenkrieg machte sich selbstständig,
bis auf wenige Ausnahmen, wo die Engländer in Flandern Offensiven
mit Sprengungen einleiteteten. Er unterstützte nicht mehr wie
zu Anfang Infanterieangriffe, sondern er verbesserte die Möglichkeit
die Stellung zu halten, sowie Stellungsverbesserungen, indem laufend
gegnerische Minenangriffe abgewiesen wurden und selbst angegriffen
wurde.
Die Infanterie wurde dadurch entlastet, daß durch die Sprengtrichter
sich die Linien voneinander entfernten und dadurch Handgranatenüberfälle
und Patrouillenvorstösse erschwert wurden.
Die Führung des Minenkrieges lag in der deutschen Stellung
in der Hand der Pioniere, in der österreichischen den Sappeuren,
bei den Franzosen den Geniés, bei den Briten dem Royal Engineers
und bei den Italienern den Genio.
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