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Die
Combres-Höhe |
Historische
Ereignisse |
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Eng verbunden mit den Kämpfen
um Verdun ist der Name des ca. 30 km entfernten, südlich
gelegenen, kleinen Städtchens St. Mihiel und des gleichnamigen
Frontbogens. Hier hatten deutsche Kräfte im September 1914
einen tief nach Westen, über die Maas reichenden Keil in
die französische Front getrieben. Über nahezu 4 Jahre
veränderte sich der Verlauf der beiderseitigen Schützengräben
nur wenig. Erst im September 1918 drängten frische amerikanische
Truppen die schwachen und abgekämpften deutschen Kräfte
zurück.
Die Höhen ostwärts der Maas zwischen Verdun und St.
Mihiel bildeten die erste Linie der französischen Verteidigung,
denn als natürliches Hindernis stellten sie sich möglichen
Angreifern entgegen. Die Grenze des Deutschen Reiches verlief
damals nur etwa 30 km entfernt.
Besonders die Combres-Höhe erlangte in den ersten Kriegsjahren
eine enorme Bedeutung als nördlicher Schulterpunkt des Frontbogens,
nur 20 km südöstlich von Verdun gelegen.
Mit ihrer höchsten Erhebung von 346 Metern, „Punkt
C“ genannt, gelegen zwischen den Dörfern Les Eparges
im Westen und Combres-sous-les-Côtes im Süd-Osten war
sie ein strategisch wichtiger Punkt. Sie ließ den Besitzer
nämlich weit in die sich ostwärts anschließende
Woevre-Ebene blicken. Bei gutem Wetter war sogar der Blick bis
hin zum Deutschen Reich möglich.
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Die Ausläufer der Maashöhen
nach Norden
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Die
Woëvre-Ebene im Süden |
Nach der verlorenen Marne-Schlacht und dem anschließenden
Rückzug räumten die Deutschen die Höhe, die sie
während des ersten Vormarschs ohne Probleme hatten einnehmen
können. Allmählich erkannten die Franzosen ebenfalls
die Vorteile dieses wertvollen Geländepunktes und ließen
nicht zu, dass deutsche Truppen sie während erneuter Angriffe
im September 1914 wieder komplett einnahmen.
Beide Seiten strebten aber den vollen Besitz der beherrschenden
Höhe an. Noch heute zeugen die Spuren des Stellungs- und
Minenkriegs sichtbar vom verbissenen Ringen um jeden einzelnen
Fußbreit Boden. Sprengtrichter ungeheuren Ausmaßes
zerfurchen den Bergkegel, an den Flanken sind heute noch Graben
und Trichterreste erkennbar. Ab und zu stolpert man auf der
Deutschen Seite über einen betonierten Unterstand oder
einen kleinen Bunker.
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Deutscher Sanitäts-Unterstand
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Bunker
Festungs-Maschinengewehr-Abteilung |
„Ravin de la Mort“- Todesschlucht, monatelang von
deutschen Maschinengewehren unter Feuer gehalten, jede Bewegung
französischer Kräfte war dort lebensgefährlich,
oder „Cimetière du Trottoir“ sind einige
Namen, die der französische Poilu dortigen Geländepunkten
gab. Die Leichen der Gefallenen mussten des grundlosen Bodens
wegen, zunächst auf den Holzrosten abgelegt werden, die
sonst als Gehweg genutzt wurden. Daher der Name „Friedhof
vom Bürgersteig“. Noch heute befindet sich dort ein
französischer Soldatenfriedhof.
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Anfang des Jahres 1915 eröffnete
die französische Seite einige groß angelegte Angriffe,
um die gesamte Höhe in ihren Besitz zu bringen und so den
Frontbogen von St. Mihiel zu beseitigen. Bei dieser Teiloffensive
schritt man auch hier zum unterirdischen Minenkrieg. Viele tausend
Kilogramm Sprengstoff schufen durch ihre Detonationen Trichter
in den gegnerischen Stellungen. Mehrere Divisionen beider Seiten
wurden in den Kampf geworfen. In dutzenden Angriffen im Februar,
März und April 1915 stürmten die französischen
Regimenter gegen den Kamm der Höhe an. Nur unter großen
Verlusten gewann die französische Seite etwas an Boden, denn
der hartnäckige deutsche Widerstand ließ nur ein schrittweises
Vorkommen zu.
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Deutscher Beobachter Point X
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Denkmal
Point X |
In stundenlangen Nahkämpfen in Trichtern und Gräben
drängte man die Deutschen bis an den Rand der Kuppe. In dieser
krisenhaften Situation gingen die deutschen Truppen zu Gegenangriffen
über. Sie drängten den Gegner zurück und sicherten
so wenigstens den teilweisen Besitz der Höhe.
Im Frühsommer 1915 erlahmten die Angriffe und der Stellungskrieg
ließ die Linien der Schützengräben erstarren.
Als Folge der Verdun-Schlacht kam im Frühjahr 1916 nochmals
Bewegung in den Frontverlauf in der Woevre-Ebene. Dort konnte
die Stellung bis an den Ostrand der Höhe vorgeschoben werden.
Bis weit in das Jahr 1918 wurden die Infanteristen in ihren Grabensystemen
und Stollen durch unterirdische Minensprengungen gefährdet.
Jede Sprengung schuf einen neuen Trichter und ließ eine
fast durchlaufende Trichterkette auf der Kuppe entstehen. Die
Ausmaße des Minenkrieges wie in den Argonnen oder auf Vauquois,
wurden hier allerdings nicht erreicht. Nur wegen des verlustreichen
Festklammerns der deutschen Verteidiger an jedem Fußbreit
Bodens auf der Höhe blieb der Frontbogen von St. Mihiel 4
Jahre in deutscher Hand.
Im September 1918 trafen frische amerikanische Kräfte auf
nur noch schwache österreichische Verbände, die sich
bereits auf eine planmäßige Räumung des Frontbogens
vorbereitet hatten. Die Combres-Höhe fiel in amerikanische
Hand und lag von da an bis zum Ende des Krieges im Hinterland
der Front.
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