Lonchant, fiel als Kompanieführer im II.
Bataillon bei der Erstürmung des Maria-Theresia-Werkes am
08. September 1915. Er war einer von 113 Toten und Verwundeten
seines Bataillons an diesem Tage.
Auszug aus der Regimentsgeschichte
des Infanterie-Regimentes 173:
…Sobald die erste Sturmwelle
aus dem Graben gesprungen ist, erklimmt Hauptmann Lonchant eine
Sturmleiter, um das Vorstürmen seiner Leute zu beobachten.
Nur eine Sekunde ragt seine Brust über die Grabenwand heraus,
da stürzt er schon mit einem Gewehrschuß im Herzen
rücklings in die Arme des Vizefeldwebels d.R. Finke. „Ich
habe mein Teil“ sind seine letzten Worte, ehe er die Augen
für immer schließt. Hatte er dies geahnt, fragten die
Kameraden? Denn in den Ohren klang ihnen noch die Parodie „Ich
gehe so gern über Bank vor. Wie Rosen glühen purpurrot
die Wangen bei dem Sprung über Bank“, die er so häufig
nach der Melodie eines Tangos zu seinem Grammophon gesungen hatte,
weil er die im Argonnenkampfe ungewöhnliche Angriffsart über
Bank nicht gutheißen konnte…
Lonchant ruht heute auf dem Garnisonsfriedhof
Berlin-Neukölln neben seiner Ehefrau.