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Major
Otto von der Gablentz
Friedenstruppenteil: Adjutantur
VII. Armee-Korps,
Uniform Infanterie-Regiment 26
Kommandeur 8. Lothringisches Infanterie-Regiment 159 (Garnison
Mülheim a. d. Ruhr)
Geboren am 10. November 1867 in
Pietzkendorf/Danzig
Gefallen am 15. März 1916 auf dem Pfefferrücken/Verdun
Otto v. D. Gablentz übernahm
die Führung des IR 159 am 09. Juli 1915.
„Major v. D. Gablentz gewann als Mensch und als Soldat
rasch die Achtung der 159er.Er war ein Edelmann im besten Sinne
des Wortes, ein wahrer Vater seines Regiments. Rastlos tätig,
ununterbrochen unterwegs, sah, hörte und übersah er
alles; seine Maßnahmen waren klar und bestimmt, so gewissenhaft
und von solch soldatischem Ernst getragen, dass ihn das Vertrauen
aller trug. Nicht nur sorgte er für jeden, er lud auch in
der Ruhezeit seine Offiziere zu sich, wo er sich mit ihnen nicht
nur als Vorgesetzter, sondern auch ganz als Mensch gab und mit
Geschick und Erfolg daran arbeitete, das Offizierkorps, das bereits
im Sommer 1915 zum großen Teil aus Kriegsoffizieren bestand,
zusammenzuschweißen und in ihm den Geist großzuziehen,
der nötig war, um in einen mehrere Jahre währenden Krieg
durchzuhalten.
Das er den Kompanieführern Gelegenheit gab und sie verpflichtete,
sich die Anfangsgründe der Reitkunst anzueignen, verstand
sich von selbst, und mancher von ihnen mag sich noch mit Weh und
Wonne der schönen Bilder entsinnen, die die Reitbahn in Chermizy
unter der sicheren Aufsicht von Oblt Zehnpfennig sah. Auch des
Offiziernachwuchses nahm sich der neue Regimentskommandeur eifrig
an, indem er die Aspiranten zusammenfassen und theoretisch und
praktisch unterweisen ließ.“
„Wie der Regimentskommandeur
bei dem Angriff auf Haumont unmittelbar hinter den Stürmenden
schritt, so beabsichtigte er auch jetzt, sogleich am 15. März
sein Regiment in der neuen Stellung aufzusuchen. Er mochte wohl
den sehr bescheidenen Annäherungsgraben, der über den
Rücken führte, nicht benutzen wollen, um sich einen
Gang durch knietiefen, zähen Morast und ebenso hohes Schlammwasser
zu ersparen. So traf ihn denn auf dem Weg zur Worte, bevor er
das Bewusstsein verlor, waren an seine Ordonnanz, den Gefreiten
Brill gerichtet. Sein Tod war ein überaus harter Verlust
nicht nur für das Regiment. Man hatte, solange er an der
Spitze stand, bis zum letzten Mann das Gefühl gehabt, von
sicherer, überlegener Einsicht geführt zu sein. Nun
war uns dieser tapfere, edle Kommandeur für immer genommen.“
(Aus der Regimentsgeschichte IR 159)
Das schlichte Grab Otto v. der Gablentz findet sich
heute auf dem Invalidenfriedhof in Berlin, nur wenige Meter neben
der Ruhestätte der Familie Kabisch.
Sein Sohn Otto-Heinrich von der Gablentz, diente
bis zu seiner Verwundung 1917 als Fahnenjunker im Königin
Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments 3 und schloss sich während
der NS-Diktatur dem Kreisauer Kreis an.
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