| |
Die deutsche Offensive hatte auf dem rechten Maasufer nicht
das erwartete Ergebnis erreicht. Die Deutschen gingen dazu über,
ihre Operationen auf beiden Ufern zu vereinigen.
Am 6. März griffen zwei Divisionen, die 12.
und 22. Reserve Infanterie Division, von Béthincourt bis
Forges an, wo die französische Front von der 67. Infanteriedivision
gehalten wurde. Für den Sturm wurde ein österreichischer
Panzerzug bereitgestellt, der vom Bahnhof Consenvoye in Frontnähe
vorfuhr und das Feuer auf die französischer Stellungen eröffnete.
Es gelang ihnen das Dorf Forges zu nehmen, dann aber kamen sie
an den Stellungen des Hohen Gänserücken zum Stehen.
Am 07. März nahmen die Hessen vom Infanterie
Regiment 82 (Göttingen), zusammen mit dem Thüringern
vom Infanterie Regiment 94 (Weimar, Eisenach, Jena) den Hohen
Gänserücken und den Rabenwald. Es kam zu einem Gefecht
vor dem Dorf Cumières, das in der Hand der Franzosen blieb.
Am 08. März setzten die Deutschen, während
die französischen Truppen auf dem linken Ufer den Rabenwald
zurückerobern, auf dem rechten Ufer Teile von 5 verschiedenen
Armeekorps ein und gingen zu einem allgemeinen Angriff über,
der unter großen Verlusten scheiterte; es gelang jedoch
den Lübbener Jägern vom Jäger Bataillon 3 die Einnahme
des Dorfes Vaux.
Am 09. März faßten die Deutschen auf
den Hängen des Toten Mannes Fuß, während sie zu
gleicher Zeit am anderen Ende der Verdunfront versuchten, Fort
Vaux zu stürmen.
|
|
Am 10. März gelang es den Deutschen den Rabenwald zu nehmen.
Die französische Linie wurde von Béthincourt über
die Höhe Toter Mann, Südrand Rabenwald auf den Cumières
Wald zurückgenommen. Der Kampf im Dorf und vor dem Fort
Vaux dauerte an. Die Franzosen konnten das Fort noch halten.
Die deutschen Truppen stellten schließlich ihre groß
angelegten Angriffe ein.
Vom 11. März bis 9. April folgten
den Angriffen auf breiter Front eine Reihe zeitlich und räumlich
begrenzter Unternehmen. Am 14. März besetzte die 12. Reserve
Infanteriedivision den Nordhang der Doppelhöhe Toter Mann.
Am 20. März fielen die Wälder von Avocourt
und Malancourt in die Hände bayrischer und württembergischer
Einheiten, Infanterie Regimenter 3, 10, 22 (Augsburg, Ingolstadt,
Zweibrücken) und Landwehr Infanterie Regiment 120. Nach hartnäckigem
Kampf nahmen am 31. März schlesische Truppen das Dorf Malancourt,
Infanterie Regimenter 10, 22, 156 (Schweidnitz, Gleiwitz, Beuthen);
am 8. April wurde Béthincourt vom Infanterie Regiment 38
(Glatz) genommen. Auf dem rechten Ufer erreichten die deutschen
Infanterie Divisionen 9 und 121, nach starken Anstrengungen um
Fort Vaux herum, den Cailette Wald und die Eisenbahnlinie Vaux
- Fleury, wurden aber von der 5. französischen Infanterie
Division zurückgedrängt.
Am 09. April mittags griffen
die Deutschen auf beiden Ufern an; auf dem linken Ufer gehen 5
Divisionen zu Sturm vor, der jedoch überall scheiterte mit
Ausnahme an der Höhe Toter Mann, wo sich die Deutschen auf
den Nordosthängen festsetzten. Auf dem rechten Ufer ging
der Sturm gegen den Pfefferrücken, der jedoch in der Hand
der Franzosen blieb.
Weiter mit Die
Zermürbungsschlacht
|
|